Übersichtskarte:

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Tag 1
Da Richi kurz nach dem Mittag bereits zu Hause ist, nehmen wir spontan Robin aus der Schule. Wir sind im Nu startklar, so dass wir um 14 Uhr unseren Hausplatz verlassen. Bei Basel verlassen wir die Schweiz – Richtung Mulhouse, Besancon, Auxerre kommen wir zügig voran – kaum Verkehr und in der Nähe von Orleans finden wir ein Übernachtungsplätzchen.

Tag 2
Das Ziel ist die Bretagne, also heisst es so schnell wie möglich weiter quer durch die grosse Nation. Die Kinder sind eingedeckt mit DVD, Spiele, Lesestoff und Gameboys, so kommen wir mit unseren 2-stündlichen Stopps unserem Ziel immer ein bisschen näher. Wir fahren weiter über Le Mans und bei Laval verlassen wir die Autobahn und fahren quer über Fougères Richtung Meer.
-> gut 1000 km, 2x Diesel tanken und 56 Euro Autobahngebühren.

brmo.jpgSchon von weitem sehen wir einen Turm in den Himmel ragen….Hurra, wir haben unser erstes Ziel vor Augen 🙂  Le Mont Saint-Michel. Umso näher wir kommen, desto eindrücklicher das ganze Monument, das sanft vom Meer umspült wird. Über den Damm fahren wir  – wie die meisten – so nah als möglich ran. Wir fahren auf den uns zugewiesenen Parkplatz für Wohnmobile, der zugleich auch der Stellplatz ist. 8 € werden uns abgeknöpft, was wir entgegen anderen Meinungen nicht als viel empfinden, darf man doch 2 volle Tage parken und auch nächtigen. Obwohl eigentlich müde von der langen Fahrt können wir uns nicht verkneifen noch einen Spaziergang zum Mont Saint-Michel zu machen. Klar dass wir hier nicht alleine sind, doch wir sind begeistert von den idyllischen Gässchen und den unzähligen Fotomotiven neben der „Hauptstrasse“.

Um 20 Uhr müssen wir unserem Stellplatz wegen zunehmender Flut verlassen und am vorderen Ende des Dammes in einer grossen Wiese parkieren. Wir sind nicht ganz alleine, über 50 andere Wohnmobile stehen da auch noch 🙂 viele verschiedene Nationen vertreten doch überwiegend Franzosen und was noch auffällt – keine anderen Schweizer.
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Tag 3
Wie schon erwähnt können wir mit dem gleichen P-Ticket unseren Platz wieder einnehmen auf dem Stellplatz grad vor dem Mont Saint-Michel. In der Früh – noch fast keine Leute da – besuchen wir ihn nochmals und jetzt können wir uns auch überall bewegen ohne grad an andere Leute zu stossen. Richi besucht mit den Kindern ein Rittermuseum. Es hat schöne Restaurants immer mit Blick von der Terrasse Richtung Meer.

Das Meer hat sich zurückgezogen – Ebbe – so lassen wir es uns nicht nehmen barfuss rund um den Mont Saint-Michel zu laufen. Das machte nicht nur uns Spass, auch Quincy kam voll auf seine Kosten und probierte das erste Mal einen Schluck Salzwasser 🙂 . Amüsiert waren wir über die organisierten Watt-Wander-Grüppchen ….von oben her gesehen wie ein Haufen Ameisen…

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Am Nami Weiterfahrt zum grössten
aufrecht stehenden „Hinkelstein“
der Bretagne: Menhir de Champ-
Dolent. Eindrücklich wenn man
davor steht, er misst  9,5 m – aber
sonst einfach nur ein Stein…..wie
wir es vom Maggia- und Verzascatal
zu tausenden kennen……

Wieder an der Küste machen wir Halt in einem Hafen, wo wir auf lustige Schiffe treffen mit Rädern bzw. die fahren wie ein „Auto“. Es ermöglicht den Fischern bei Ebbe weit ins Meer hinaus zu fahren.  Und wir finden hier unsere ersten Muscheln 🙂 zum Glück haben wir bereits einen leeren 5l-Wasserbidon.
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Gemäss dem „dünnen grau-bläulichen“ Reiseführer finden wir in Cancale einen schönen Stellplatz etwas oberhalb des Dörfchens. 6 € und am morgen um 8 Uhr kommt hupend der Bäcker „grins“ ist ja für einige immer seeehr wichtig. Abendspaziergang zum Quai.
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Tag 4
Nach V&E kurze Fahrt der Küste entlang Richtung St. Malo. Doch bald kommen wir an ein „Route barée“- Schild. Auwau…wieso warum…? Doch schnell bringen wir in Erfahrung, dass in 2 Stunden die Tour de France hier in St. Malo startet. Dieses Spektakel wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Also harren wir wie die hundert anderen Leute schön an unserem Plätzchen auf dem Trottoir aus bis dann endlich die ersten witzigen, bunten und lauten Werbefahrzeuge kamen. Erinnert ein bisschen an unsere Street-Paraden. Flink müssen wir alle sein um einige der Gadges zu ergattern, die sie aus den Fahrzeugen uns vor die Füsse werfen. Als dann endlich der ganze Tross inkl. Besenwagen kommt, ist der Spuk innert 2-3 Minuten vorbei und eine halbe Stunde später ist die Strasse für die Weiterfahrt wieder offen.

Vorgewarnt über die häufigen Teppichstangen und mangelnde Parkmöglichkeiten bei der Altstadt (Intra Muras) suchen wir den offziellen Stellplatz (5 €) in St. Malo auf. Eine weise Entscheidung fährt von hier doch ¼-stündlich ein Gratis-Shuttlebus direkt vor die alten Stadtmauern. Auf denen kann man die ganze Altstadt umrunden immer mit Blick aufs Meer oder auf die engen Gässchen. In denen sich viele kleine Boutiquen, Bars usw. reihen. Sonne und Regen wechseln sich heute ab, doch als wir zurück zu unserem Shuttlebus laufen, sind wir alle mehr nass als sonnig …..

Tag 5
Kurz nach St. Malo überqueren wir den breiten Mündungstrichter der Rance auf einem Damm, in dem das erste Gezeitenkraftwerk Europas arbeitet. Meine technisch interessierten Männer besichtigen selbstverständlich dieses Kraftwerk.

Weiter über Ploubalay, Matignon erreichen wir das fotogen an der Küste gelegene Fort la Latte. Ein sehr gut erhaltener Festungsbau, der im 13. Jahrhundert entstand. Vom Turm geniesst man eine grandiose Aussicht.

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Da langsam unsere Akkus zur Neige gehen fahren wir heute auf den Campingplatz „du Pont de Etang“
Hier waschen wir das erste Mal unsere Kleider, die bei dem Wind innert 2-3 Stunden wieder trocken sind.

Tag 6
Velotour zum Cap Fréhel, das als eine der landschaftlich schönsten Gegenden in der Bretagne gilt. Auf
der äussersten Spitze der Landzunge steht der Leuchtturm. Im Moment grad heiter Sonnenschein so
sehen wir deutlich zum Fort la Latte rüber.

Ansonsten heute Campingplatztag = Ruhetag. Die Kinder geniessen die Spielplätze hier, fahren auf dem ganzen Platz mit den Velos umher, spielen mit anderen Kindern und sammeln Muscheln auf dem campingeigenen Strand. Richi muss noch die Ärmel nach hinten krempeln weil ein anderes Womo (ach Schande, auch ein Schweizer) im Sand versoffen ist. Es wird viel geschaufelt, diskutiert, Bretter und Wagenheber geholt und nach einer Weile ist das Womo wieder befreit. Das versprochene Bier liess dann allerdings auf sich warten….

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Tag 7
Es hat stark geregnet in der Nacht, doch jetzt wieder schön. Nach V&E fahren wir nach St. Brieuc, wo wir in einem HyperU einen grossen Einkauf machen. Unser nächstes Ziel ist der Palus-Plage, wo sich ¾ der Familie das erste Mal ins Meer wagen. Dieses ist saukalt und wir sind schnell wieder draussen. Die Kinder spielen am Strand, suchen Muscheln und wir geniessen hier die Ruhe in dieser idyllischen kleinen Bucht. Wäre hier auch fantastisch zum Übernachten (inkl. V&E).brpa.jpg
Doch wir fahren weiter über Paimpol (herziges Hafendörfchen) nach Treguier. Ein sehr schmuckes Dorf und auch der Stellplatz ist sehr schön gelegen an einem Fluss. Bereits stehen 19 Womo’s hier.

Tag 8
brgo.jpgWir fahren nordwärts wieder an die Küste – an die Côte de Granit Rose. Genauer gesagt zum „le Gouffre“, denn hier wollen wir das in jedem Reiseführer abgebildete „Haus zwischen den rosa Felsen“ suchen und selber fotografieren. Zuerst aber heisst es wieder bei all den Teppichstangen einen geeigneten Parkplatz finden und dann ohweh, jetzt in welche Richtung gehen? Die Kinder hauen schnell ab und klettern auf diese hohen roten Felsen, Quincy hinterher 🙂 wir fragen die anwesenden Fischer und nach ca.15 Minuten Fussmarsch der Küste entlang entdecken wir das gesuchte Haus. Gemäss Reiseführer müsse es auch noch bewohnt sein, was aber unseres Erachtens nicht den Anschein macht.

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Weiter der rötlichen Küste entlang kommen wir nach Perros Guirec und dann nach Tregastel. Wider Erwarten nicht so touristisch wie beschrieben (vielleicht weil die F noch keine Ferien haben?). Hurra – wir finden ein Wi-Fi Restaurant – schnell holen wir unseren Laptop aus dem Womo und checken unsere emails  🙂 viele GoodNews von Mami.

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Auf der Ile Grande wollen wir übernachten auf dem Stellplatz mit V&E. Ist zwar nur eine Halbinsel, die per Velo am Abend von uns erkundigt wird. Herrliche Muschelsuche und weites Hinauslaufen möglich, da das Meer wieder einmal abgehauen ist.

Tag 9
Heute besuchen wir „Village Gaulois“ – das gallische Dorf. Was den Interessen der Kinder sehr entgegenkommt. Mit primitiv-einfachen Mitteln mochte jede Spielstelle die Kinder fesseln und faszinieren. Auch hier wenig Leute, was uns natürlich freut. Einzig die Gastronomie lässt hier meines Erachtens zu wünschen übrig, so essen wir späten z’Mittag im Womo.

Über Morlaix, St. Pol de Leon fahren wir nach Roscoff. Vom ersten Stellplatz, der leider voll ist, hat man einen wunderbaren Blick über den ganzen Ort und Hafen. Südöstlich sehen wir den Fährhafen, von dem die Schiffe nach England und Irland ablegen. Wir fahren zu einem anderen direkt am Meer gelegenen Stellplatz und nächtigen hier. Richi entdeckt noch ein altes verlassenes Schloss, das natürlich erkundigt werden muss.

Tag 10
Nach V&E Weiterfahrt über Plouescat, Grève de Goulven, dann nordwärts zum Kerurus-Plage (danke Dani für den Tipp). Ebbe.

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So gut es geht der Küste entlang fahren wir bis Lilia. Hier finden wir eine Postkarten-Idylle vor. Viele kleine, herzige Bötchen im Meer, hinten ein Inselchen mit dem Leuchtturm drauf. Die Kinder sehen schnell die grossen Steine zum Klettern. Und ich kann wieder einige Kalenderfotos schiessen 🙂
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Wir brauchen wieder einmal Strom – so fahren wir in Lampaul-Ploudalmezeau auf einen in den Dünen gelegenen Campingplatz. Landschaftlich sehr idyllisch gelegen,  doch die sanitären Anlagen scheinen aus dem letzten Jahrhundert zu sein-> zum Glück haben wir ein Womo. Wichtig für uns hier die Waschmöglichkeit und der Stromanschluss.
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Tag 11
Campingplatztag = Ruhetag. Wir machen eine Velotour ins nächstgelegene Dorf und finden eine feine Boulangerie mit feinen Köstlichkeiten und frischen Baguettes. In einer Bar läuft grad live wie Sarkozy  mit seiner Bruni die Parade auf der Champs Elyees abnimmt am Nationalfeiertag. Strandspaziergang.

Tag 12
In Ploudalmezau machen wir noch einen Einkauf in einem grösseren Casino. Dann fahren wir weiter Richtung Plourin, Plouarzel und erreichen bald wieder die hier sehr raue Küste. Wir kommen in den Ort Le Conquet.  Eigentlich nur als Durchfahrt gedacht, doch es herrscht grad Marktbetrieb und es ist ein sehr typisches bretonisches Dorf. Wegen vieler Teppichstangen und zusätzlich noch Markt müssen wir einmal ums ganze Dorf fahren bis wir einen für uns geeigneten Parkplatz finden. Es ist ein bunt gemischter Markt von Kleidern, Geschenken, Souveniers und einheimischen Lebensmittel.

Wir spazieren noch zum Hafen und können hier mitverfolgen wie die grossen Fischerboote anlegen. Mit grossen Hebekränen hieven sie ihre Netze und prallgefüllte Körbe an Land. Für die Fischer ein harte Knochenarbeit – für uns sehr spannend.
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Am Nachmittag fahren wir bis zum westlichen Punkt der Bretagne – zum Pointe de St-Mathieu. Diese Landzunge ist der letzte Ausläufer im nördlichen Finistère und ein Naturschauspiel, das man sich nicht entgehen sollte. Zwei hohe Leuchttürme und der Rest eines Klosters, wovon die Wände eigentlich noch gut erhalten sind, doch das Dach fehlt vollständig.

Anschliessend fahren wir auf den grossen auf einer Wiese parzellierten Stellplatz von Plougonvelin. Vorne tolle Sicht auf das Meer, wir stehen etwas zurückversetzt, dafür am Strom angehängt. Leider ist die ganze V&E-Station mutwillig kaputt gemacht worden. Doch welch Überraschung – es hat vereinzelt Strom, ein WC-Häuschen inkl. Dusche mit warmem Wasser 🙂 und das alles für 5 Euro.

Tag 13
Vom Stellplatz aus können wir grad zu Fuss zum Fort de Bertheaume laufen. Eine vom Wind und Wellen gezeichnete Inselfestung von rauher Schönheit. Sie wurde im 17. Jh. in 38 m Höhe über dem Meer an der Einfahrt der Meerenge von Brest errichtet und war in der Vergangenheit Schauplatz zahlreicher Seeschlachten.
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Am Nachmittag nehmen wir einen Anfang unserer Rückreise in Angriff. Wir fahren bis Trinite s. Mer und treffen hier Sam’s 🙂 , die NOCH kein Womo haben und auf einem Campingplatz in der Nähe weilen. Ein riesiges Hallo unter den Kindern und auch wir freuen uns über das Wiedersehen hier in der Bretagne 🙂 natürlich verbringen wir einen langen gemeinsamen Abend zusammen in Carnac. Wir übernachten auf dem gleichnamigen Stellplatz.brploug.jpg

Tag 14
Gestern Abend haben wir ein Wifi-Restaurant entdeckt, von dem wir am Morgen gerne noch Gebrauch machen. Abwechslungsweise ist der eine am Laptop und der andere am Shoppen. Beide kommen jeweils mit vollen Taschen wieder zurück „grins“….. Auf den Mittag fahren wir auf die Halbinsel Quiberon raus. Bei einer kleinen Sandbucht haben wir Parkmöglichkeit und da es heute wirklich schön sonnig warm ist, gehen wir alle baden. brq.jpgDie einen chillen, die anderen sind am drillen 🙂

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Den Abend verbringen wir nochmals mit Sam’s am Quai von Quiberon. Dann heisst es endgültig wieder tschüss zu sagen, sie fahren zurück zu ihrem Wohnwagen und wir auf den Stellplatz von Kerne (Quiberon).

Tag 15
Es geht (leider) langsam heimwärts, doch wir machen in St. Nazaire am alten Hafen noch einen Halt. Die Männer besuchen die Sous Marin Espadon (Unterseeboot Basis). Das grosse Boot liegt in der alten U-Bootschleuse aus dem 2. Weltkrieg. Sehr eindrücklich, vor allem da man an Board gehen darf und alle Räume genaustens inspizieren kann. Wir essen noch Zmittag am Hafen und schauen gerne noch dem emsigen Treiben der Fischer zu.

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Heimreise über Nantes, Tour, Orléans, Axerre, Dijon, Besancon und kurz vor Mulhouse übernachten wir.

Tag 16
Frühmorgens überqueren wir die Grenze und wir sind wieder in der Schweiz. In Kemptthal nutzen wir die Gelegenheit für korrektes V&E und Mittagessen.
Wir haben 3040 km mehr auf dem Tacho, einiges an Diesel verbraucht, Mautgebühren und eine Wenigkeit für Stellplatzgebühren.

brwomota.jpgUns hat es sehr gut gefallen in der Bretagne, vor allem an der Nordküste mit den authentisch bretonischen Dörfern. Die Region um Carnac – Quiberon kommt für uns schon sehr touristisch bzw. überlaufen daher . Das Klima für uns als Vagabunden ideal. Auch mit dem Hund hatten wir an der Nordküste absolut keine Probleme an den (leeren ) Stränden. Sogar die Einheimischen kamen uns mit freilaufenden Hunden entgegen. Im Süden an den vollen Stränden hätten wir keine Chance gehabt MIT Hund am Strand zu spazieren oder zu baden.