Übersichtskarte:
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Erstmals keinen Hund in Ausbildung dabei und  mit dem neuen Hobby „cachen“ wird sich diese Reise etwas unterscheiden von all den bisherigen. Wir reisen nicht den Sehenswürdigkeiten nach, sondern die Caches führen uns sooderso an diese hin 🙂

1. Tag
Die Kinder haben ausnahmsweise schon um 11 Uhr Schulschluss, Richi macht deshalb frei am Nami, so können wir bereits um 12.30 losfahren. Noch kurz auf die Waage, die uns ein klitzekleines Übergewicht bestätigt und los geht’s 🙂
Via Basel, Strassburg, Nancy, St. Dizier kommen wir gut voran bis uns – einmal mehr  – in Chalons die orange Motorenleuchte zum Stopp zwingt. Dank Telefonjoker zu Hause finden wir rasch eine Ford-Garage, vor der wir übernachten.

2. Tag
Am Morgen werden wir grad an den Laptop angehängt um das (bekannte) Problem wieder zu „Nullen“. Nachdem im Cockpit wieder alles seine Ordnung hat fahren wir über Reims – Amiens ans Meer nach Le Treport auf den dortigen SP (9 € inkl. Strom, V&E).

3. Tag
Mit dem Velo erkundigen wir Le Treport mit einer kleinen, idyllischen Flaniermeile am Meer mit den typischen Touristenlädeli’s und Cafes. Mit der (kostenlosen) Funiculare fahren wir hoch auf den Kreidefelsen und geniessen eine traumhafte Aussicht. Bemerkenswert auch, dass man die Velo’s mitnehmen darf in jedem zweiten Bähnchen 🙂 und danach kann man schön alles wieder runterfahren bis zum Stellplatz.

4. Tag
Fahren entlang dem Meer nach Dieppe, besichtigen das schmucke Dörfchen Veules-les-Roses und abends finden wir noch knapp einen Platz auf dem rappelvollen SP in St.Valery-en-ceux (5 €, V&E, direkt am Meer).

5. Tag
Dank einem Bunker-Cache haben wir wundervolle Aussicht auf Fecamp 🙂 unser Ziel heute ist aber Etretat. Wir wollen bei Ebbe durch die Felsenlöcher waten, die auf jeder Ansichtskarte zu sehen sind. Unser gewünschter SP existiert nicht mehr, doch beim Camping Municipal ist ein neuer, parzellierter SP angeschlossen (8€, V&E).

6.Tag
Stadtcaching ist angesagt in Rouen. Am Stadtrand parkieren wir das Womo und mit den Velo’s  haben wir bald die ganze Stadt kennen gelernt mit all ihren Sehenswürdigkeiten 🙂

SP mitten in der Stadt, direkt an der Seine gelegen, kostenlos.

7. Tag
Nationalfeiertag = kein Verkehr. Der Seine entlang fahren wir wieder Richtung Meer. Besuchen die Abbaye Saint-George de Broscherville und die Abtei Jumièges. Bewusst fahren wir über die grosse „Pont de Normandie“ nach Honfleur. Diese muss selbstverständlich auch mit dem Velo noch abgefahren werden, hat es doch am Anfang und am Ende einen Cache 🙂 ausserdem spielt da auch noch ein gewisses Berufsinteresse mit.

In Honfleur wollen wir „FerienvondenFerien“ machen und gehen auf den CP „Le Briquerie“ mit geheiztem (was hier nötig ist) Pool, Hallenbad und coolen Rutschen für die Kinder.

8. Tag
Mit den Velo’s erkunden wir ganztags das doch sehr touristische, aber sehr schöne Honfleur. Immer wieder entdecken wir schöne Häuser, Kirchen und Lädeli.

9. Tag
Heute steht Deauville und Trouville auf unserem Programm, wie im Reiseführer beschrieben zwei sehr gegensätzliche Orte. Der SP in Deauville ist klein, schmuddlig und direkt an der Strasse gelegen, gefällt uns überhaupt nicht. Auf einmal entdecken wir Womo’s am Hafenquai. Da wollen wir auch hin 🙂  sobald wir die Zufahrt sehen fahren wir auf  den langgezogenen Hafenquai raus (noch in Deauville gelegen) mit schöner Sicht auf Trouville. Hier stehen schon einige Womo’s und so reihen wir uns ein. Zufälligerweise ist drüben in Trouville noch Markt – also nix wie hin 🙂  Heute leider Dauerregen, also Vollmontur mit Regenhosen und Goretexjacke.

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10. Tag
Über die Pegasus-Brücke fahren wir nach Quistreham auf den dortigen SP beim Fährhafen (8€, V&E)
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11. Tag
Eindrücklich hier der 5-stöckige Bunker und dem dazugehörigem Museum.

Gegen Abend sind wir auf dem SP in Courseulles-sur-mer (6E, V&E), direkt daneben noch ein Minigolf und der Campingplatz.

12.Tag
In einer halben Stunde erreichen wir Caen = Stadtcaching 🙂

Parkieren wieder ausserhalb im Wohnquartier und machen uns mit den Velo’s auf die Tagestour. Imposant die noch gut erhaltene Stadtburg.

Wir übernachten beim grossen, unübersehbaren Memorial etwas ausserhalb von Caen.

13. Tag
Einmal mehr SMS mit Sven, Tanja und Kim (sie machen in etwa die gleiche Tour aber „andersrum“. Wir wollen uns im kleinen Fischerdorf Arromanches-le-Bains auf dem Stellplatz treffen, doch dieser ist rappelvoll und nur mit Mühe finden wir eine passende Parkmöglichkeit. Sven’s haben auch grad Glück und können einparken neben uns 🙂 Der „D-Day-Tourismus“ ist auch hier unübersehbar.

Abends fahren wir dann zur „Batterie allemande“ , nach Besichtigung  übernachten wir grad dort mit Blick auf das Meer.

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14. Tag
In Bayeux besuchen wir ein weiteres Museum, shoppen und besichtigen die eindrückliche Kathedrale.

Aber das Mass aller Dinge erleben wir beim amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer. Wir werden am Eingang gefilzt, gescannt wie am Flughafen. Alles Gepäck bzw. Rucksäcke, Handtaschen müssen auf dem Rollband durch den Scanner – lachhaft das ganze, denn rund ums Gelände kann jeder rein und der Ausgang hinten ist auch offen…..aber na ja, die Amis halt….. Aber eindrücklich ist es schon, nicht allein wegen der Grösse auch das dazugehörige Museum, Filme sind sehr gut gemacht. Übernachten auf dem P aussichtslos, die Parkwächter scheuen abends alle raus.

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In Pointe du Hoc am Omaha Beach schauen wir uns die (eindrücklichen) riesigen Bombenkrater an, die an die damaligen Kämpfe erinnern.

Nach Grandcamp-Maisy übernachen wir in einem kleinen Dorf – etwas ausserhalb – direkt am Meer.

15. Tag
In Sainte-Mère-Eglise erinnert eine Attrappe am Kirchturm an den unglücklichen amerikanischen Fallschirmspringer, der bei seiner Landung nachts am Kirchturm hängenblieb. Sich dann „todstellte“ und deshalb wahrscheinlich deshalb überlebte.

Wiederum brauchen wir „FerienvondenFerien“ und quartieren uns auf dem von Sven empfohlenen CP „Le Cormoran“ ein. Es hat auch hier einen geheizten Pool, Hallenbad, Spielplätze und vor allem eine Waschmaschine 🙂

Wir besuchen von hier aus mit dem Velo noch das Museum am Utah Beach, der 10 km entfernt liegt.

16. Tag
Faulenzertag 🙂

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17. Tag
Barfleur ist unser heutiges Ziel –  wir finden fast keine Parkmöglichkeit, da ein riesiger Flohmarkt stattfindet. Umsomehr wollen wir parkieren, was uns dann auch ausserhalb gelingt.

Übernachten in Gatteville beim Leuchtturm.

18. Tag
Es steht wieder einmal Stadtcaching an, diesmal in Cherbourg. Beim McDonald neben dem Einkaufszentrum lassen wir unser Womo stehen und fahren mit den Velos stadteinwärts.

Etwas ausserhalb von Cherbourg biegen wir bei einem von vielen „la mer“ Schilder ab und übernachten ruhig auf einer Klippe mit Meersicht, zusammen mit drei weiteren Womo’s.

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19. Tag
Fahren cachend rund ums Cap de la Hague rum 🙂  bis Dielette am Meer. Wir finden zum Übernachten etwas vor Dielette einen Wiesenparkplatz direkt am Meer.
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20. Tag
Weiter der Küste entlang bis Cap de Carteret, das sicher einen Besuch wert ist. Wieder etwas touristischer dann Portbail. Wir machen einen Abstecher ins Landesinnere nach Coutances, wo wir die Kathedrale schon von weitem sehen.

Abends fahren wir wieder ans Meer und stehen auf dem schön angelegten SP in Agon-Couttainville  (6€ inkl. Strom, V&E). Direkt neben dem Campingplatz gelegen.

21. Tag
In Granville dauert es wieder eine Weile bis wir eine Parkmöglichkeit haben, denn überall hat es nur Teppichstangen. Doch beim Hafen werden wir fündig. Hier klar getrennt die moderne Unterstadt und die interessantere Oberstadt (Haute Ville).  Hier hätte es auch einen Stellplatz. Doch wir fahren ins Landesinnere nach Lengronne bei Gavray und besuchen hier eine Schulkollegin, die ich 30 Jahre nicht mehr gesehen habe. Sie lebt hier mit ihrem Mann, den drei Kindern auf einem grossen Bauernhof. Natürlich bekommen wir eine Hofführung, erfahren viel Interessantes über Land und Leute und geniessen eine grossartige Gastfreundschaft. Nochmals vielen Dank, Bea!!

22. Tag
Auf Wunsch unserer Kinder fahren wir nochmals zum Le Mont-Saint-Michel. Da der SP fast gleich teuer wie der CP ist, nutzen wir den Vorteil des Campingplatzes.

Mit den Velos fahren wir die 1.2 km über den Damm raus. Die vielen Leute schockieren uns diesmal nicht mehr, wir sind vorbereitet von unserem letzten Besuch vor einigen Jahren. Über kleine Gässchen steuern wir nach oben und besuchen diesmal die Abtei Mont-Saint-Michel.

Bei Ebbe laufen wir halb rund herum (der Cache liegt auf der hinteren Seite 🙂 ) wobei ein Kind (ich schreib jetzt nicht welches) prompt noch auf dem Ebbepflotsch ausrutscht ……und von oben bis unten voll Schlamm ist…..zum Glück ist nicht mehr passiert.

23. Tag
Gegen Mittag fahren wir heimwärts quer durch die grosse Nation, an Paris vorbei und zwar alles auf gut ausgebauten mautfreien Nationalstrassen, die 110 km/h erlauben. Kurz vor Colmar übernachten wir auf einem Dorfplatz.

24. Tag
Bald sind wir am Grenzübertritt in Basel und kurz darauf in Kemptthal für das grosse Entsorgen und wieder Wasser bunkern 🙂

Knapp 3000 km haben wir gemacht, wobei der Grossteil für die Hin- und Rückreise draufgeht. Mit typischen normannischem Wetter und die Temperaturen lagen wohl – mit fast immer unter 20° – eher unter dem Durchschnitt dieses Jahr. Auch wenn wir nur 2x im Meer baden konnten – uns hat’s gefallen 🙂