Übersichtskarte:

Tag 1
Gegen 18 Uhr starten wir mit unserem Quinto (German Shepherd) Richtung Irland….. 1060 km bis Cherbourg und mit der Fähre direkt nach Rosslare…..so der Plan, aber heute fahren wir nur noch ca. 3 Stunden bis Belfort, wo wir uns mitten auf dem offiziellen SP noch hinstellen können. 

Tag 2
Heute ist ein bewusst konsequenter Fahrtag dh.  früh aufstehen und alle 2 Std. Fahrerwechsel, dazwischen nur kurze Pausen, mit Hund kurz spielen, versäubern und so kommen wir gegen 17 Uhr bereits in Cherbourg an. Schön, dass man hier rund um den Hafen stehen darf über Nacht, was auch rege genutzt wird. Wir machen noch einen kleinen Spaziergang rund ums Hafenbecken und zum Uboot, finden sogar noch einige Caches 🙂

Tag 3
Da der Check-in erst ab 13 Uhr möglich ist, nehmen wir noch die Bikes aus der Garage und fahren zum virtuellen Cache bei der Festung du Roule, die hoch über Cherbourg thront und danach über die Altstadt von Cherbourg wieder retour zum Wömeli. 

Der Check-in verläuft reibungslos, wir erhalten bereits den Kabinenschlüssel und auch Quinto wird gecheckt inkl. Chipüberprüfung und der vom TA beglaubigte Stempel, dass er ordnungsgemäss 36 Std. vorher entwurmt worden war, wird überprüft. Von den Mittelmehrfähren sind wir eine enorm hektische Einschiffung gewohnt, doch hier wird einem sogar noch erklärt, wie man mit dem langen Überhang quer auf die Rampe fahren soll, um einen Schaden zu vermeiden. In der Fähre müssen wir wenden, aber auch hier geht alles sehr geruhsam von statten. Hundebesitzer werden bereits im Treppenhaus abgefangen und uns bzw Quinto wird die Box gezeigt, wo er nächtigen „darfkannsollte“….. meistens ist er bei uns in der Suite. 

Tag 4
Pünktlich um 8 Uhr kommen wir in Rosslare an und die Ausschiffung geht geruhsam von statten und innert 15 Min. sind wir draussen und durch den Zoll. Der Himmel ist teils bewölkt teils scheint die Sonne und angenehme 20 Grad, genauso wie wir das lieben. Beim ersten Einkaufsladen füllen wir unseren Kühlschrank wieder auf und das erste Ziel, der Hook Head, wird ins TomTom eingegeben.  Schon beim ersten Kreisel wird man unübersehbar darauf aufmerksam gemacht, dass hier Linksverkehr herrscht. Da wir erst kürzlich in Malta mit einem Mietauto unterwegs waren, sind wir uns das fast noch gewohnt 🙂  Die Strassen sind schmäler als bei uns, die Iren fahren zügig und doch geht das Kreuzen problemlos, es wird abgebremst, gegrüsst, gedankt und niemand beharrt auf seiner Spur. 

Nach dem Mittagessen und einem ersten Earthcache vor Ort fahren wir weiter bis Duncannon. Wir finden eingangs Ort genügend für uns passende Längsparkplätze und schlendern durchs herzige kleine Küstendörfchen.

Bei der Dunbrody Abbey fragen wir – selbstverständlich nach der Besichtigung – freundlich, ob wir hier über Nacht stehen bleiben dürfen auf dem inzwischen leeren Parkplatz. Dies wird uns eben so freundlich mit Ja geantwortet. 

Tag 5 
Ein Virtueller Cache führt uns nach New Ross zur dreimastigen „Dunbrody“ und „The Emigrant Flame“.  Obwohl Hauptferienzeit können wir problemlos parken und gleich hier noch einkaufen. Weiter fahren wir auf nicht so tollen Strassen ans kleine Küstenstädtchen Youghal. Das Städtchen diente als Filmkulisse für die Dreharbeiten im 1954 für „Moby Dick“ und wir sehen den schmucken Clockgate Tower. Eigentlich wollten wir hier übernachten, doch die wenigen Parkmöglichkeiten am Hafen sind voll und so fahren wir weiter bis nach Cobh. Was sich als Glücksfall herausstellt, denn hier stehen wir vorne am Meer und bestaunen die grossen Frachtschiffe, die vorbeiziehen. 

Mit den Bikes radeln wir noch zur St. Coleman’s Kathedrale bzw. viel mehr interessiert uns die bunte, schmucke Häuserreihe davor. 

Tag 6
Unserer heutiges Tagesziel ist Bantry – hier wollen wir Lisa & Thomas (Schweizer Auswanderer) treffen. 

Doch zuerst steuern wir zwei Virtuelle an. Einerseits  besuchen wir den  „Fiesta vom Henry Ford“  und andererseits den zweiten beim  „Drombeg Stone Circle“.  Obwohl ein sehr schmales Strässchen dahin führt kommen wir gut beim knapp bemessenen Parkplatz mit Teppichbalken an und können zum Glück grad noch knapp davor parken für die Steinkreis Besichtigung. 

In Bantry finden wir noch einen letzten Platz beim kleinen SP am Hafen inkl. V&E und sogar Strom. Danach treffen wir – wie vereinbart – Lisa & Thomas, schlendern zusammen durch das hübsche Bantry und kehren bei einem feinen Caffee ein. 

Tag 7
Nach dem Frühstück zieht es uns nochmals mit den Bike’s ins hübsche, kleine Dorfzentrum. Beim Supervalu kaufen wir noch einiges ein und fahren dann gemütlich immer dem Meer entlang Glengarriff entgegen. Am Ende des Dorfes können auch wir gut parken und die herzigen Lädeli laden zum Verweilen ein. 

Hier würde der Ring of Beara abzweigen, doch wir entscheiden uns für den Ring of Kerry und so fahren wir über einen Mini-Pass Richtung Kenmare. Vor weitem sehen wir zwei Womo’s am Peer stehen, wir stellen uns dazu und verbringen eine ruhige Nacht am Meer eingangs Kenmare. 

Tag 8 
Während wir beim SuperValu Wäsche waschen und tumblern machen wir einen Spaziergang durch Kenmare, mit den vielen herzigen bunten Häusern. 

Im Vorfeld einiges gelesen über die Philosophiefrage wie herum es besser wäre den Kerry zu fahren, im Uhrzeigersinn oder Gegenuhrzeigersinn, wegen den engen Strassen und den Bussen. Diese Thema wird unseres Erachtens definitiv überbewertet, denn weiss man wie breit sein Womo ist und man damit auch fahren kann, ist es absolut kein Problem auch im Uhrzeigersinn zu fahren. 

Wir starten erst nach dem Mittag und stossen in Sneem auf insgesamt 12 Busse !!! Denke damit haben wir das meiste schon mal vorbei, die wenigen, die uns noch entgegen kommen bremsen – wie wir auch – ab und somit ist ein problemloses Kreuzen möglich 🙂

Unterwegs machen wir einige Fotostopps und kurz vor dem Staigue Fort treffen wir wie vereinbart auf Rainer und Mandy – zum Übernachten noch zu früh und da sie Gegenuhrzeigersinn fahren, werden wir uns später nochmals treffen.  Wir fahren am langgezogenen Inny- und Ballinskelligs Strand vorbei und fahren via Skellig-Ring Richtung Portmagee -> Zitat aus Womoführer: deutliche Warnung für überladene, untermotorisierte, übergrosse Womos und unsichere Piloten diesen 20% steilen Mini-Pass  meiden.  Wird auch total überbewertet und für uns natürlich ganz klar, dass wir da hochfahren 🙂  und so begeben wir uns auf diesen steilen Single-Trail und oben werden wir mit grandioser Aussicht auf beide Seiten belohnt und haben erst noch einen ruhigen Übernachtungsplatz 🙂  parken fast auf einem GC 🙂

Tag 9 
Jetzt hinten wieder runter zum kleinen Örtchen Portmagee. Immer schön am Meer entlang fahren wir Richtung Caherciveen. Nach der Brücke finden wir einen grossen Parkplatz (ideal neben Friedhof mit Wasserhahn 🙂 von hier nehmen wir die Bikes zur 3 km entfernten, efeuüberwachsenen Ruine von Ballycarbery. Gleich um die Ecke liegen auch die beiden Stone Forts Cahergall und Leacanabuealle. 

Via Tralee fahren wir bis Tarbert und nehmen die Fähre nach Killimer (21 Euro). Die Strassen sind holprig und schmal, es zieht sich hin bis wir unser Abendziel den Loop Head erreichen. Aber wir werden belohnt, sind wir doch fast alleine hier beim Leuchtturm über Nacht. Quinto kann hier frei laufen und spielen 🙂

Tag 10
Nach einer sehr ruhigen Nacht machen wir einen ausgedehnten Spaziergang zu den Klippen und um die Leuchtturmanlage. Gibt es für einen EarthCache noch einige Fragen zu beantworten und auch noch zwei Tradis werden gefunden. 

Nach dem Mittag fahren wir lediglich einige Minuten und sind bei einem weiteren Naturspektakel -> bei der Bridges of Ross. Wild zerklüftete Klippen und riesige Torbögen erfreuen uns hier und wir verweilen einige Stunden hier mit Staunen und Klettern 🙂

Hier treffen wir wieder Rainer & Mandy und wir verabreden uns für heute Abend bei den 1 ½ Std. entfernten „Cliffs of Moher“ zum übernachten, was hier auf dem grossen Besucherparkplatz toleriert wird. Natürlich können wir nicht warten und machen im schönen Abendlicht bereits einen ausgedehnten Spaziergang zu den Cliffs. 

Tag 11
Frühmorgens besuchen wir noch das moderne, im grünen Hang integrierte, Visiter Centre und natürlich laufen wir nochmals zu den Klippen hoch um einen Augenschein im Morgenlicht zu geniessen. 

Dank unserem Trenn-WC und 170 l Wassertank haben wir ja wirklich keine Probleme zum Freistehen, doch jetzt brauchen wir definitiv mal wieder Strom (für Laptop) und so ist unser heutiges Ziel ein Campingplatz in Galway / Salthill. Der Erste ist voll, doch beim Zweiten haben wir Glück und bekommen einen Platz mit Strom. Mit den Bikes können wir von hier die wenigen Kilometer in die City sehr schön am Meer entlang radeln. Hier geht die Post ab, diese quirlige kleine Stadt lebt bzw. bebt in den Fussgängerzonen, überall Live-Musik und volle Gassen. Zum Glück ist unser Quinto dies von seiner Ausbildung als Blindenführhund gewohnt und doch wird’s uns dann bald zuviel und wir treten wieder gemütlich den Rückweg an. 

Tag 12
Dann haben wir aber wirklich genug von der immer wiederkehrenden gleichen Küstenlandschaft und vor allem von den zum Teil sehr schlechten Strassen (sind ja schliesslich nicht in Afrika) und wir entschliessen uns vier Stunden zu fahren um direkt nach Derry, in Nord-Irland zu gelangen. Die Landschaft ändert sich, ein langes Stück haben wir sogar Autobahn nordwärts und abends stehen wir alleine am Fluss mitten in Derry bei der Brücke. 

Tag 13
Unser heutiges Ziel ist der angeblich schönste und auch längste Strand Nord-Irlands – der Benone-Strand. Hier braucht es keine Parkplätze, denn alle fahren gleich auf den Strand (kennen wir ja von DK) und doch immer wieder ein Erlebnis mit dem Wohnmobil. Vor allem da es – obwohl ja Hauptreisezeit – am Morgen fast keine Autos und Leute hier hat.  Ein weiterer für uns grosser Pluspunkt ist, dass auf der einen Seite hundefrei ist und auf der anderen Seite dürfen die Hunde frei laufen und das nutzen wir jetzt nur zu gerne.  Uns gefällt’s hier und so bleiben wir über Nacht 🙂

Tag 14
Heute widmen wir uns einige Stunden unserem Hobby – dem Geocaching – und machen einen Teil des Ulster- Trails mit dem Bike.

Gegen Abend fahren wir zum Whiterocks-Beach und können auf dem mittleren Parkplatz in vorderster Front parken und haben freie Sicht auf das Meer. Wir können es nicht erwarten und laufen sofort runter zum Strand und erfreuen uns an den Cliffs und torbogenartigen, riesigen Kalkfelsen.  Abends leert sich der grosse Kiesplatz und für uns ist klar, hier bleiben wir über Nacht.

Tag 15
Das in 5 Min. entfernte imposante Dunluce Castle schauen wir uns nur von aussen an, da leider drinnen Hundeverbot. Kurzentschlossen  fahren wir wieder retour zum Whiterocks-Beach und verbringen den Tag hier am Meer.

Da wir morgen in der Früh die Giant’s Causeway besuchen möchten fahren wir gegen Abend nach Bushmills auf den grossen Parkplatz mitten im Dorf. 

Tag 16
Vom Parkplatz her fahren wir mit den Bikes ca. 4 km den stillgelegten Geleisen und der Küste entlang und stehen plötzlich vor diesem wohl grössten Touristenziel Nordirlands.  Eine wahre Naturschönheit, diese unzähligen 6-eckigen Basaltsäulen, die bis ins Meer hinein reichen. Wir sind eigentlich früh dran und doch tummeln sich schon – für uns – zuviele Touristen hier rum…..

Wir laufen anschliessend noch eine grössere Runde über die Klippen zu einigen Geocaches und essen danach Fish&Chips im Restaurant beim Visiter Centre. 

Via einem Minitrail der Küste entlang fahren wir dann gemütlich wieder retour nach Bushmills.

Herzsee

Richi besucht anschliessend noch die „Old Bushmills Whiskey Distillery“ und nimmt an einer interessanten Führung teil mit anschliessender Degustation. 

Abends treffen wir wieder Mandy & Reiner und sitzen noch gemütlich vor unseren Wömelis zusammen.

Tag 17
Wir sind zwar (bis jetzt?) keine Anhänger der Serie „Games of Throne’s“  und doch wollen wir uns die 600 m lange Baumallee „Darke Hedge“s ansehen. Frühmorgens fahren wir auf den kleinen Parkplatz, der im Womo-Führer angegeben wird. Nach wenigen Metern tauchen wir ein in diese imposante Buchen-Allee mit nur gerade noch  zwei weiteren Touristen. Der „frühe Vogel fängt den Wurm“ macht sich hier bezahlt für schöne Fotos 🙂

In Ballycastle ist Tanken inkl. Frischwasser bunkern, einkaufen und Wäsche waschen fällig. Hier hat es bei vielen grossen Tankstellen oder/und Supermärkten Waschstationen inkl. Tumbler, was hier auch rege genutzt wird. 

Per Zufall erfahren wir von den The Gobbins – und da wir Wanderschuhe im Gepäck haben schliesst sich Richi spontan einer geführten 3-stündigen Küsten-Tour an. Hunde dürfen leider nicht mit, Rucksäcke auch nicht….lediglich eine Getränkeflasche und die Fotokamera….strenge Sitten…. alle bekommen einen Helm und folgen dem Führer über diverse Brücken, Treppen und Höhlen. 

Da wir morgen nach Belfast wollen, fahren wir zum Übernachten bis zum Hafen in Carrickfergus. 

Tag 18
Der Wecker klingelt früh, denn wir wollen mit dem Womo in die City nach Belfast reinfahren. Auf dem noch fast leeren Odyssee-Parkplatz stellen wir uns neben Reiners & Mandy’s Womo, die in dem Fall noch früher als wir losgefahren sind. Wir nehmen die Velos’s und in wenigen Minuten sind wir in der Fussgängerzone. Natürlich noch vieles geschlossen, aber macht nix, wir wenden uns zuerst einigen speziellen Geocaches zu und nachher gemütlich zum Kafi. 

In der Nähe des utopischen Bau des Titanic-Museum’s essen wir z’Mittag. Zurück beim Wömeli können wir die wenigen Pfund Parkgebühren mit der Kreditkarte bezahlen. Übrigens wie alles in Nord-Irland – kamen komplett ohne Bargeld aus. 

Via Schnellstrasse sind wir in 2 Stunden ausserhalb Dublin auf dem CP Camac Valley. 

Tag 19
Heute steht Dublin auf dem Programm – primär wollen wir uns den virtuellen Caches widmen, die in der ganzen City verteilt liegen und somit kommen wir auch allem Schönen sooderso vorbei inkl. Fussgängerzonen. Wir können unser Wohnmobil zentrumsnah in einem Wohnquartier perfekt parken und mit den Bikes’s geht’s los. 

Abends fahren wir nochmals auf den gleichen CP

Tag 20
In einer halben Stunde erreichen wir Bray, etwas südlich von Dublin gelegen. Heute brauchen wir Wanderschuhe, denn wir wollen die landschaftlich sehr schöne 5-stündige Küstenrundwanderung machen. Natürlich mit dem Augenmerk auf den ersten Geocache in Europa, den GC43. Abends pfusen wir ruhig am Strand von Bray. 

Suchbild: wo sind meine Reisegefährten?

Tag 21

Noch 2 Stunden trennen uns von Rosslare…..wir tingeln heute gemütlich der Küstentrasse entlang mit diversen Stopps für Kaffee, Mittagessen und lange Strandspaziergänge, tanken und einkaufen. 

letzter Plausch am Meer

Im Fährhafen in Rosslare angekommen geht’s hier wie schon beim Einschiffen in Cherbourg sehr speditiv voran und schon stehen wir im Warteraum. Alsdann schiffen wir ein und beziehen unsere Kabine und Quinto offiziell seine Hundebox. 

Tag 22
Nach einer mehr oder weniger ruhigen Nacht auf der Fähre verbringen wir auch den Tag noch auf Deck bis 16 Uhr.  Auch hier geht das Ausschiffen speditiv voran und so entschliessen wir uns noch einen Teil der 1060 km langen Heimreise anzutreten. Kurz vor Paris suchen wir in einem kleinen Dorf einen Nachtplatz und werden bei der Kirche sogleich fündig.

Tag 23
Nehmen wir noch den Rest unter die Räder….alle 2 Stunden Fahrerwechsel und so kommen wir gegen Abend unfallfrei und gesund wieder auf unserem Hausplatz an 🙂