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Eigentlich wollten wir ja bereits vor 2 Jahren nach Island reisen, aber die Einreisebestimmungen mit Quarantäne für Hunde, hielt uns damals davon ab. Leider gibt es auch für Blindenführhunde absolut keine Ausnahme und so planten wir diese Ferien in einer hundefreien Zeit 🙂 Für uns einerseits ungewohnt ohne Vierbeiner loszufahren und andererseits mit dem Wissen, der letzten Ferien mit unserem jetzigen Wohnmobil. Die neuen Besitzer warten unser Ferienende schon sehnsüchtig ab …..

karte-zuzwil-danemark-mit-linieTag 1
Gegen 18 Uhr schliessen wir das Haus ab (oder auch nicht….danke fürs Schliessen Mami) und fahren wieder einmal auf die Waage im Dorf. Da wir ein Reserverad und eine dritte Gasflasche mitnehmen, sind wir uns dem Übergewicht bewusst, nur nicht wieviel? Es sind dann ab
er lediglich 40 kg und damit können wir gut leben. In SG zwingt uns ein frischer Unfall zu fast 50 Min. stopandgo-Phase und so kommen wir am ersten Abend nicht ganz so weit w
ie geplant. So übernachten wir auf dem uns bekannten SP in Rothenburg ob der Tauber.

Tag 2
Fahrtag bis Flensburg zu einem schön gelegenen SP direkt am Hafen. Nach dem langen Sitzen im Womo geniessen wir draussen den schönen Sommerabend.

Tag 3
Nach dem zMorge machen wir zu Fuss einen kleinen (28er) Geocache-Trail ausserhalb Flensburgs. Bald passsieren wir die Grenze D/DK und fahren auf einen kleinen, idyllisch am See gele
genen CP in Sunds. Abends geniessen die Kids Wlan und wir laufen ca. 2 Std. entlang eines Powertrails (vermissen erstmals die Bikes 🙂 )


Tag 4
Wir bewegen uns weiter nordwärts und besuchen in Oesterild noch Richi’s Verkaufsprojekt beim Nationalen Testcenter für Windkraftwerke.

Wieder weiter nordwärts besuchen wir auf Cousinchen’s Tip hin den befahrbaren Strand in Lökken. Wirklich speziell, wie hier jeder mit seinem eigenen Fahrzeug an den Strand fährt und sich dann in den eigenen Windschatten des Autos legt. Irgendwie schräg ?!? Uns hat es zuviel Wind und das Meer ist eh zu kalt zum baden und so gehen wir nach Lökken-City ein bisschen flanieren und Glace essen.
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Danach sind wir nur noch eine halbe Stunde von Hirtshals (dem Fährhafen) entfernt. Hier fahren auch alle Wohnmobile an den Strand runter zum Übernachten bevor es dann am Folgetag auf die Fähre geht. Sinnigerweise stehen wir hier neben unserem zukünftigen Wohnmobil :-)Wir lernen auch die sympathischen Besitzer aus FL kennen und verbringen mit ihnen viel Zeit die nächsten zwei Tage auf der Fähre.
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Tag 5
Bevor wir uns in die Einschiffungsschlange stellen fahren wir für die Entsorgung und Dieselfüllung noch an die Tankstelle im Dorf. Das erste Mal, dass die Kids und ich zu Fuss auf eine Fähre müssen. Es ist nur dem Fahrer gestattet mit dem FZ auf die Fähre zu fahren und so treffen wir dann Richi in unserer relativ geräumigen Aussenkabine inkl. Dusche/WC wieder.
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Tag 6
Auf dem Meer mit Zwischenhalt gegen Abend auf den Färöern. Wie die meisten Passagiere beobachten auch wir auf dem Sonnendeck (dick eingepackt mit Flies, Goretexjacke, Mütze und Händsche wie im tiefsten Winter) das Aus- und Einschiffen und das bunte Hafentreiben.
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seydisfjordur-flugansichtTag 7
Dann endlich die eindrucksvolle Fähreinfahrt in den Fjord von Seydisfördur. Beim Ausschiffen, das zügig von statten geht, dürfen alle wieder im FZ mitfahren. Ein freundlicher Zöllner fragt uns lediglich wie lange wir auf der Insel bleiben und endlich haben wir isländischen Boden unter den Rädern.

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Antizyklisch wie eh fahren wir zuerst zu zwei Caches etwas ausserhalb vom Hafen, denn die meisten gehen jetzt in den einzigen kleinen Supermarkt im Dorf um ihre Vorräte wieder aufzufüllen. (Denn Lebensmittel darf man nur 3 kg/Person einführen). Danach müssen wir wohl oder übel auch zu dem Supermarkt ( der etwa die Grösse eines Volg hat).

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unser erster Geocache in Island

Danach kommen wir nur langsam vorwärts, denn immer wieder halten wir wegen schönen Fotosujets an. In Egilsstadir treffen wir vor der Touristeninformation G&R aus FL wieder und wir trinken zusammen noch einen Kaffee bevor sich unsere Wege definitiv trennen. Denn sie fahren im Uhrzeigersinn wir im Gegenuhrzeigersinn um die Insel.
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Irgendwo zwischen nirgendwo stehen wir über Nacht auf einem Kiesparkplatz ca. 200 m neben der Ringstrasse mit grandioser Aussicht über die Ebene.
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Tag 8
Island13_00264.JPGEntlang der Ringstrasse fahren wir Richtung Myvatn, doch schon bald nehmen wir einen Abzweiger und fahren ca. 8 km Schotterstrasse nach Mödrudalur. Hier liegt der höchstgelegene dauerhaft besiedelte Hof Islands und natürlich ein herziges Kafi, wo wir einkehren und uns einen Znünikafi gönnen. Per Zufall können wir noch drei herzige junge Polar-Füchsli beobachten kurz vor den ca. 5 Häusern Mödrudalurs.
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Danach besuchen wir das Solfatarenfeld Hvrerir, das uns mit seinen blubbernden Schlammtöpfen begeisterte. Wir spazieren um die brodelnden Töpfe und tonigen Schlammlöcher herum bis uns die schwefelschwangere Luft auch zuwider wird. Für einen Earth-Cache suchen wir auf den Infotafeln noch die gewünschten Antworten.
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Nach dem Mittagessen fahren wir zum Vulkan Krafla rauf und wandern um den Kratersee Viti. Auch hier sehen wir immer wieder kleine köchelnde Schlammtümpel mit dem üblichen Schwefelgeschmack.
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Vorbei am geothermalen Kraftwerk mit seinen futuristischen Kühltürmen von 1977 fahren wir nach Reykjahlio am Myvatn-See. Da bereits die erste Wäsche anfällt, unser Wohnmobil eher braun als weiss aussieht und wir mal wieder Haare waschen wollen fahren wir auf den CP Hlid (25.- inkl. Strom, Dusche &Wlan).
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Abends spazieren wir noch zu einem Cache, ohne zu wissen, dass der in der Warmwasser-Spalte Storagja liegt. Eine Leiter und ein Seil würden es ermöglichen in dieser 24° warmen Heisswasser-Grotte zu baden, doch wir begnügen uns mit einem erfolgreichen Loggeintrag 🙂
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Tag 9
Wir fahren auf den P vom 450 m hohen Krater Hverfell. Wir laufen zuerst ca. 500 m lang eine Schuttrampe hoch bevor wir ihn auf dem Kraterrand umrunden. Von oben haben wir einen prächtigen Blick über den gesamten Myvatn-See und auch auf die wüsten Lavaformationen „Dimmuborgier“. Diese besuchen wir nach der Kraterbesteigung und es ist auf eine andere Art wieder sehr eindrücklich, als wir durch diese düsteren Lavaformationen spazieren. Ein herziges Kafi rundet diesen Ausflug ab, natürlich nicht bevor noch alle erforderlichen Fragen für den Earth-Cache beantwortet sind.
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Es folgen noch verschiedene Stopps am Myvatn-See bevor wir dann wieder retour nach Reykjahlio fahren.Island13_00602.JPG

Robin will unbedingt noch in der Stragja-Spalte schwimmen und so laufen wir nochmals dahin und er nimmt sein gewünschtes Bad.

Übernachtung nochmals auf dem SP Hlid

Tag 10
Heute geniessen die Kids und ich frühmorgens das Myvatn Nature Bath (das der blauen Lagune angeblich um nichts nachsteht, aber nur 1/3 davon kostet, Kids sogar kostenlos) – wir haben das Bad fast für uns alleine. Richi spaziert unterdessen zu der 40 Min. entfernten Heisswasser Spalte Grjotagja.
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Nachdem wir uns vorgängig im isländischen Forum und heute noch mit zwei Endurofahrern darüber ausgetauscht haben, welche Strasse denn nun besser sei um zum Dettfoss zu gelangen, entscheiden wir uns für die westliche Seite (Nr. 862). Bis zum P beim Dettfoss ist die Strasse schön geteert wie die Ringstrasse. Ein kurzer Spaziergang und wir stehen vor dem angeblich grössten Wasserfall Europas!

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Ab hier folgt dann eine gut geschotterte, 27 km lange, Naturstrasse, die mit dem richtigen Tempo und Vorsicht vor den Schlaglöchern gut zu befahren ist. Landschaftlich sehr schön, aber wir waren doch froh, als die Holperei zu Ende war. Unser Ziel ist für heute noch die 3,5 km lange Schlucht Asbyrgi. Zuerst spazieren wir durch das Birkenwäldchen zum idyllischen kleinen See. Ein Earth-Cache zwingt Richi noch zur Besteigung des Felskeils „Eyjan“, Robin begleitet ihn und wir Frauen checken das Womo auf dem CP Asbyrgi ein.
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Tag 11
Wir umrunden gemütlich die Halbinsel Tjörnes bis nach Husavik. Ein herziges, kleines Hafenstädtchen in welchem sich alles um die Walbeobachtung dreht. Natürlich lassen wir uns auch auf dieses Abenteuer ein und lösen Tickets. Wir können bereits auf den nächsten Fischkutter und sind die nächsten 3 Stunden auf See. Aber zuerst schlüpfen alle in die wärmenden lustigen Overalls und dann gab es eine Sicherheitseinführung. Nach kurzweiliger Fahrt sichtigen wir die erste Fontäne: ein Blauwal 🙂 dieser wurde einige Zeit verfolgt. Bald darauf folgt ein Buckelwal.
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Am Nachmittag geniessen wir in einem Cafe mit Blick auf die weiss verzierten Berge noch einen Kafi&Kuchen.
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Gemütliches Übernachten am Hafen von Husavik

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Tag 12
Heute ist Yasmin’s Tag, denn wir fahren auf den Pferdehof Gardur, der ca. 10 km südlich von Husavik liegt. Dieses Gestüt wird von einer Deutschen und einem Isländer geführt, insgesamt haben sie momenta 60 Pferde hier. Im Winter leben sie von dem Fohlenverkauf und im Sommer hauptsächlich von den Touristen-Ritten. Wir – Richi, Yasmin und ich – geniessen einen 2-stündigen privaten Ausritt mit Bachdurchquerung durch die isländische Steppe.

Richtung Akureyri fahrend kommen wir beim Godafoss „Wasserfall der Götter“ vorbei und natürlich wird dieser auch ausführlich (Earth-Cache) besichtigt. Nachher geniessen wir noch Kafi&Kuchen im Souvniershop nebenan. Da es hier WLAN hat, nutzen wir dies grad zum loggen und skypen.
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In Akureyri flanieren wir in der ca. 300 (!) m langen Einkaufsstrasse auf und ab J tätigen doch ein paar Souveniereinkäufe bevor wir dann eine feine Pizza geniessen im „la Vita é Bella“.

Übernachten wollen wir aber ausserhalb und fahren noch bis in das kleine Fischerdorf Hjalteyri, wo wir jetzt ganz alleine am Hafen stehen bleiben (jaja ein Cache hat uns einmal mehr an einen einsamen, aber schönen – völlig touristenfreien – Ort geführt)
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Tag 13
Da die Halbinsel Tröllaskagi (240 km rundherum) mittlerweile asphaltiert ist verlassen wir die Ringstrasse und begeben uns in eine reizvolle Natur von Bergen, Fjorde und vor allem malerischen Fischerdörfern. In Dalvik, Olafsjördur und auch Siglufjördur lohnt sich das Verweilen.
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Island13_01133.JPG   Island13_01143.JPGIsland13_01154.JPG

In einer kleinen Bucht bei Haganesvik üebernachten wir direkt am Meer. Um 22 Uhr fahren vereinzelt Fischer vor und richten ihre Netze ……Island13_01166.JPG

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23:17 Uhr; später Sonnenuntergang, so hoch im Norden = mehr Ferien in den Ferien

Tag 14
Wir machen einen Abstecher von der Strasse nach Hofsös und besuchen das wohl schönste Freibad mit Hotpot bis jetzt auf der Insel. Man hat das Gefühl, man schwimme gleich ins Meer hinaus :-)und weiterhin geniessen wir kleine, aber feine und topmoderne sanitäre Anlagen zum Duschen danach und das alles für umgerechnet 10.- sFr. für die ganzen Familie.

Saudarkrokur hinterlässt bei uns eher einen enttäuschenden Eindruck sowohl vom Campingplatz und auch dem Dorf her, gemäss MM hätten wir hier mehr erwartet . Deshalb verlassen wir Richtung Blönduös fahrend (Str. 744) bald den Ort wieder. Etwas ausserhalb direkt an einem Fluss gelegen verbringen wir den Abend und da es mittlerweile regnet auch die Nacht.

Tag 15
Bald sind wir in Blönduös, wo wir einen grossen Supermarkt finden um unsere Vorräte wieder einmal so richtig aufzufüllen. Gleich nebenan finden wir das „blaue Kafi“, wo wir einen Znüni-Kafi und Wlan geniessen 🙂

Inzwischen sind wir wieder auf der Ringstrasse und da wir dringend eine Waschmaschine benötigen ist unser heutiges Ziel der CP in Hvammstangi auf der Halbinsel Vansnes.
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Tag 16
Heute wollen wir Robben gucken 🙂 deshalb informieren wir uns über die Gezeiten. Wir haben Glück in ca. einer halben Stunde fängt die Ebbe an und so fahren wir nordwärts auf einer guten Naturstrasse nach Illugastadir, wo wir schon bald eine Robbenkollonie entdecken. Danach besuchen wir in Geitafell das stilvoll dekorierte Restaurant und Yasmin weilt draussen bei einer Pferdeherde.

Wieder zurück in Hvammstangi füllen wir noch unsere Vorräte auf bevor wir Richtung Westen aufbrechen auf die Halbinsel Snaefellsnes. Um weniger Naturstrasse zu fahren, bleiben wir auf der Ringstrasse bis wir auf die nordwärts führende Nr. 60 einbiegen können. Ca. 10 km vor Budardalur biegen wir dann auf die Nr. 54 und vor uns liegen bis Stykkisholmur (leider) noch 50 km Naturstrasse, die aber zu unserem Erstaunen gut zu befahren ist. Unterwegs übernachten wir mit schöner Sicht aufs Meer.
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Tag 17
Heute spielt das Wetter verrückt – wir erleben von fast Sturmwind, Regen, Wolken und dann wieder Sonne ….und dies im stündlichen Wechsel…..
Bald erreichen wir das bunte Hafenstädtchen Stykkisholmur, doch davor erklimmen meine Männer noch den 73 m hohen Basalthügel Helgafell.
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Nach der Dieselfüllung wird das Womo wieder einmal gründlich gewaschen – wir Frauen gehend währenddessen in die naheliegende Bäckerei. Wo wir vor lauter „gluschtiger“ Auswahl uns kaum entscheiden können 🙂 dann liegt vis-à-vis grad noch ein CP mit Duschen 🙂

Zwischen Stykkisholmur und Grundarfjördur liegt das verwunschene Lavafeld Berserkjahraun, dessen Lava vor 4000 Jahren ausgebrochen ist.
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In Grundarfjördur verhindert leider starker Wind das Freistehen am Hafen oder Meer und so ziehen wir uns etwas zurück und finden beim Freibad einen geschützten Platz, wo wir uns wohl fühlen.
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Island13_01639.JPGTag 18
Da heute der 463m hohe Kirkjufell (Wahrzeichen Grundarfjördurs) mit seinen steilen Wänden wolkenlos daliegt nutzt Richi die Chance für die Besteigung. Der Aufstieg ist nicht ganz einfach, müssen doch ca. 10 Felsvorsprünge überklettert werden.

 

Island13_01664.JPGNach gut 3 Std. ist Richi wieder unten und die Reise führt uns weiter nach Olafsvik. Hier besuchen wir das – für uns eher enttäuschende – Meeresmuseum. Die Miene hellt sich aber bald wieder auf, denn wir finden ein herziges Kafi-Haus mit schöner Sonnen-Terasse. Sobald es über 13 Grad ist und sonnig, flitzen die Isländer in T-Shirt und Shorts umher…..und sonnen sich 🙂

Wir erreichen die Südküste von Snaefellsnes und besuchen in Dritvik „das letzte Labyrinth“ (ein Mystery) vorbei spazierend am dunklen Strand mit den vielen rostigen Schiffsteilen. (engl. Fischkutter der 1948 hier strandete).

Island13_01732.JPGIn Hellnar mit den pittoresken Felsformationen in der kleinen Bucht kochen wir das Nachtessen. Danach laufen Richi und Robin den 2,5 km langen Küstenweg nach Arnarstapi. Wir Frauen fahren mit dem Womo bereits mal vor zum malerischen Hafen in Arnarstapi, wo wir ruhig übernachten.

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Island13_01821.JPGIsland13_01831.JPGIsland13_01835.JPGIsland13_01839.JPG

Tag 19
Fahrtag entlang der Südküste, wo sich keine weiteren Orte mehr angesiedelt haben bis nach Borganes. Hier merkt man gut, dass es Richtung REY geht, alles wird ein bisschen urbaner. Wir fahren weiter nach Akranes , einer eher charmelosen Stadt (6600 Einw.) ohne richtigen Kern oder einladende Kafi’s…..trotzdem fahren wir auf den CP und laden mal wieder alles richtig auf bevor es dann morgen nach Reykjavik geht.

Tag 20
Es wird sichtlich städtischer und wir kommen der City immer näher. Von weitem sehen wir die berühmte Kirche von REY. Wir stellen unser Womo auf einen P etwas hinter der Kirche und schlendern zu Fuss weiter Richtung Shoppingmeile 🙂 Es ist eine herzige kleine bunte Lädeli-Meile, doch da wir Yasmin überreden konnten für einen Kurzhaarschnitt, suchen wir einen Coiffeurladen auf, bevor sie einen Rückzieher macht. Nur ohje..sie will das nur tun, wenn die Mami mitmacht ……also zuerst die Tochter auf den Stuhl und danach die Mutter….die Herren gehen eine Kunst anschauen am Meerufer in der Zwischenzeit. Wir wurden 2x gefragt, ob sie unsere bald taillienlangen Haare wirklich abschneiden können 🙂 nach 2 Std. verlassen wir den Salon mit peppigen Kurzhaarschnitten.

Nachmittags haben wir genug von der Stadt und ziehen uns auf den CP in REY zurück. Dieser ist ein Schock für uns, denn abends hat man kaum einen Meter Freiraum vor und hinter dem Womo, so nah stehen hier zwangshalber alle beisammen. Ein richtiger Drehangelpunkt für alle ankommenden, die ihr Mietwomo übernehmen/abgeben oder Flugreisende, die hier ihre erste Zeltnacht verbringen.

Tag 21
Wir waren auf jedenfall froh, heute Morgen den Platz wieder verlassen zu können zumal die sanitären Anlagen entsprechend der vielen Leute auch sehr zu wünschen übrig lassen.

Die Kids wollen in ein Actionbad und so vereinbaren wir in 3 Std. wieder einen Treffpunkt. Wir fahren unterdessen nochmals in die City und schlendern einen andere Shoppingmeile entlang und verköstigen uns noch einem feinen Kafi 🙂 wir merken bald, dass unsere gewünschten Kleider hier teurer als bei uns sind und so können wir diese Läden wieder verlassen ohne unsere Visa zu zücken 🙂 Richi liebäugelt sogar noch mit einem neuen giftgrünen Seil….doch man bedenke das Gewicht….

Dann verlassen wir die Stadt REYendgültig Richtung „goldener Zirkel“ mit Start beim Unesco-Weltkulturerbe, Pingvellir. Die vielen Parkplätze weisen rasch darauf hin, dass hier jeder Tourist hin geht, ist es auch ein geologisch einzigartiges und fasznierendes Gebiet zwischen Amerika und Europa. Für den Earth-Cache und vier Tradis machen wir einen längeren Spaziergang durch die Schlucht.
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Etwas ausserhalb haben wir noch einen Lost Place-Tradi, den wir machen möchten, was sich als idealer Uebernachtungsplatz anpreist. Während ich das Nachtessen koche, laufen die anderen noch zur Höhle Laugarvatnshellir rauf und erkunden das Gebiet 🙂Island13_02020.JPG

Tag 22
Heute steht ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm….der Geysir, wobei eigentlich ist es ja der Strokkur, der alle 8-10 Min. eine ca. 35 m hohe Wasserfontäne heraufschleudert. Wir verweilen den ganzen Tag auf diesem faszinierenden Geothermalfeld und haben auch vor hier zu übernachten.

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Doch gegen 21 Uhr beschliessen unsere Kids das Womo startklar zu machen und zu dem 12 km entfernten Gullfoss zu fahren, damit wir frühmorgens dort dann muggelfrei fotographieren können. Über so viel Enthusiasmus können wir nur schmunzeln und machen mit 🙂 auf dem unteren P beim Gullfoss stehen wir ganz alleine auf dem Parkplatz mit grandiosem Blick auf den angeblich schönsten Wasserfall des Landes.
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Tag 23
Bei Sonnenschein und einem weiteren Hitzetag (was in Island 20°bedeutet) erwachen wir, Richi geht vor dem Frühstück Fotos schiessen. Ein Earth- und ein Multi will hier erledigt werden und so begeben wir uns auf eine grösseren Spaziergang entlang des wirklich beeindruckenden Wasserfalls.

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Richtung Selfoss fahrend machen wir noch einen Stopp beim kreisrunden Kerio-Krater, der mit grün-blauem, glasklarem Wasser gefüllt ist und wir können ihn auf dem Kraterrand umrunden
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In Selfoss (6500 Ew.) nutzen füllen wir unseren inzwischen leeren Kühlschrank auf und überfallen noch einen Bankautomaten. Bevor wir uns in einen Supermarkt bewegen besuchen wir noch das gemütliche kleine Kafi Krus.

island13_02264Das Highlight von Yasmin ist natürlich, dass wir heute auf dem Reitergestüt Herridafhöll
übernachten. Sie will sich von ihrem Taschengeld nochmals einen privaten Ausritt gönnen 🙂 und so vereinbaren wir dies für den mornigen Tag.

 

 

Tag 24
Als die Pferde für Richi und Yasmin zugeteilt sind, geht’s ans putzen und anschliessend satteln für den 2-stündigen Ausritt. Diesmal bin ich Anfängerin nicht dabei und sie können mehrfach tölten und auch galoppieren, was ihnen natürlich bestens gefällt.

Der grünen Südküste entlang fahren wir nicht weit und erreichen den 60m hohen Seljalandsfoss . Speziell an diesem Wasserfall ist, dass hintenrum ein Spazierweg angelegt ist.Island13_02308.JPG Island13_02313.JPGLeider verschlechtert sich das Wetter und so checken wir beim 100m entfernten CP Hamragardar ein, zumal dort anliegend grad noch der leicht versteckte Glufrafoss liegt (Earthcache).

Tag 25
Nach einigen Tradis der Ringstrasse entlang erreichen wir den Skogar, ein weiterer Wasserfall, bei dem man seitwärts hochlaufen kann.

Nur dank einem Earth-Cache fahren wir eine 4 km lange gute Piste hinauf zu einer beeindruckenden Gletscherzunge, der Sölheimajökull.

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Eigentlich wollten wir ja noch zum Flugzeugwrack heute, doch ein SMS von G&R ändert unsere Pläne und wir fahren ein kleines Stück retour wieder zum Skogar-Wasserfall. Freudiges Wiedersehen und beim gemeinsamen langen Abend haben wir uns doch einiges zu erzählen 🙂

Tag 26
Zu Hause noch unsicher, ob wir bei den im Google Earth ermittelnden Koords wirklich unser Womo parkieren bzw. überhaupt anhalten können sehen wir heute, dass dies problemlos geht. Doch aufgrund der Beschaffenheit der der doch losen Strasse laufen wir zum Objekt der Begierde eine gute halbe Stunde hin: eine DC3 der US-Navy aus dem 2. Weltkrieg.
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Aufgrund des leeren Kühlschranks fahren wir zuerst nach Vik einkaufen und in einem heimeligen Restaurant an der gleichen Strasse essen.

Den Nachmittag und auch die Nacht verbringen wir am Ende der Stichstrasse (Nr.218), die zum Cap Dyrholaey führt. Hier sehen wir erstmals die herzigen kleinen Lundis (Papageientaucher) 🙂 Spaziergang zum Leuchtturm.
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Tag 27
Kurzer Spaziergang entlang dem schwarzen Strand in Vik um die drei Basaltzacken „Reynisdrangar“ besser zusehen, was ja einer Legende zugrunde drei versteinerte Trolle sind 🙂

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Beim Rastplatz Laufskalavarda bestaunen wir das ein grosses mit Steintürmchen bedecktes Wieschen. Die Türmchen sollen angeblich den Reisenden Glück bringen und so bauen wir auch unser eigenes Türmchen 🙂

Dem kleinen unscheinbaren Kirkjugolf („Kirchenboden“) in Kirkjubaejarklaustur hätten wir wohl wenig Beachtung geschenkt, hätte es nicht dort einen Earth-Cache zum lösen.

Bald haben wir die prächtige Gletscherwelt vom Vatnajökull (drittgrösster Gletscher weltweit) vor uns und wir beschliessen auf dem CP Skatafell zu übernachten. Zumal wir hier einen Tumbler vorfinden nutzen wir die Gelegenheit für einen Waschgang.

 

Tag 28
Wir nutzen die Gelegenheit einer Ranger-Führung an den Gletscherrand und lauschen den Ausführungen zum Klimawandel.
Ein weiterer Earth-Cache führt uns in einer 3-stündigen Rundwanderung zum fotogenen Lavasäulen-Wasserfall Svartifoss inkl. Aussichtspunkt Sjönarnipa.

Gegen Abend erreichen wir ein weiteres Highlight unserer Reise: die Eisbergseen 🙂 den ersten besuchen wir auf Tipp von G&R hin, grad nach der Brücke links abbiegen und nach kurzer Schotterpiste erreichen wir den Fjallsarlon. Wir haben strahlenden Sonnenschein und uns eröffnet sich vollkommen neue Welt aus Wasser und Eis. Doch bald zieht es uns weiter, denn wir wollen an den schwarzen Strand……einige Kilometer weiter sind wir am Jökulsarlon, hier befindet sich auch das Infocenter. Wir parkieren aber unser Womo auf der anderen Strassenseite, direkt am schwarzen Sand mit hunderten von gestrandeten Eisschollen -> wie Swarovskiteilchen 🙂 schnell schnappen wir unsere Fotoapparate und gehen auf Fotosafari.
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Weiter über der Brücke sehen wir den ganzen Eissee mit den noch grösseren Eisschollen, die sich hier lösen und dann unter der Brücke Richtung Meer treiben. Gigantisch, man kann kaum mehr wegsehen…und zu guter letzt sehen wir noch Seehunde 🙂

 

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typischer, isländischer Stranddress 😉

Tag 29
Wir verweilen ganztags beim Jökulsarlon und machen eine dreistündige, geführte Gletscherwanderung mit.

 

Tag 30
Weil wir unbedingt noch vor der Fähre auf einen Tipp hin „Lundis“ sehen wollen, legen wir heute bewusst einen Fahrtag ein. Im Hafenstädtchen Höfn legen wir einen längeren Zmittaghalt ein und fahren dann weiter Fjord um Fjord bis nach Djupivogur, wo wir ruhig am Hafen übernachten. Das Wlan vom Kafi reicht grad bis zum Womo 🙂
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Tag 31
Weiter der Küste entlang kommen wir an verschlafenen Fjordorten wie Breiddalsvik, Stöovarfjördur und Faskrudsfjördur vorbei. Alutown Reydarfjördur lassen wir links liegen und wir ziehen über den flachen Pass weiter bis nach Egilsstadir, wo wir auf dem CP übernachten.
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Tag 32
Auf der 94 fahren wir erwartungsvoll zum Borgarfjördur nach Bakkagerdi, einem verschlafenen herzigen Dörfchen . Das berühmte „Fischsuppe-Kafi“ schon entdeckt (gäll Reini 🙂 ) doch wir fahren noch etwas weiter nach Höfn, weil man dort am meisten Lundis sehen sollte. Hier machen wir per Zufall noch einen FTF bei einem Tradi. Aber wir wollen Lundis sehen, also Kamera’s umgehänkt laufen wir zu den Felsen. Nix Lundis, nur Möwen….ohweh….falsche Zeit? Wir sehen einige Isländer im Hafen und fragen sie, wann der beste Zeitpunkt sei um Lundis hier zusehen. Die Antwort war niederschmetternd für uns: alle Lundis seien vor genau einer Woche abgezogen ins Meer hinaus, wo sie das ganze Jahr hinüber wohnen ausser in der Brutzeit. Wir waren schon etwas enttäuscht – ehrlich gesagt – und so fahren wir wieder nach Bakkagerdi und begeben uns in das berühmte Alfakafi und geniessen eine wirklich feine Fischsuppe. Hier bleiben wir grad stehen über Nacht (inkl. Wlan vom Kafi)

Tag 33
Zurück nach Egilsstadir verköstigen wir uns im Kafi Salt. Beim CP nutzen wir noch V&E und schöne Duschen 🙂 bevor wir Lagarfljot-See entlang bis zum Hengifoss fahren. Die 2-stündige Wanderung zum Foss lohnt sich und abends stehen wir alleine auf dem Kiesparkplatz und übernachten hier ruhig.

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Tag 34
Wieder zurück nach Egilsstadir kaufen wir noch einige Dinge ein für die kommenden 2 Tage Fähraufenthalt und anschliessendes Heimfahren. Auch das Womo wird noch aussen gereinigt, Motor- und Luftkontrolle. Packen für die Kabine……
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Tag 35
Frühmorgens fahren wir zum Fährhafen nach Seydisfjördur und um halb 9 fängt die Einschiffung an auf die Norröna und nachdem das Womo parkiert ist können wir sogleich unsere Aussenkabine beziehen.
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Tag 36
Ganztags auf See und wir haben viel Zeit unsere Fotos auf den Notebook zu sichten, ausmisten, sortieren und von den verschiedenen Apparaten zusammenzufügen.

Tag 36
Pünktlich um 12 Uhr fahren wir in den Hafen von HIrtshals DK ein und jetzt heisst es für uns einfach 1400 km südwärts – sicher aber so zügig wie möglich, denn am Montag haben die Kinder wieder Schule.

Tag 37
Deutsche Autobahn………kilometerfresserei……

Besonderes…..Kurioses….Aufgefallenes….

  • Schafe leben hier nicht im Rudel sondern zu zweit oder dritt…
  • Sehr saubere Insel, no Litterung
  • CP=Wiese und Sanihäuschen
  • Sehenswürdigkeiten immer mit Infocenter und vor allem alles kostenlos
  • Einspurige Brücken
  • Ringstrasse bis auf 5 km geteert
  • Isländer’s Campinglaufbahn geht vom Zelt zum „Falter“ (Mischung zwischen Zeltklappi und Rapido), ganz selten noch ein Wohnwagen….
  • WLAN in Kafi’s zu 99% vorhanden, Passwörter stehen sogar auf Menutafel 🙂
  • Island ohne TomTom möglich, da wenige Strassen

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3 Gedanken zu “Island 2013

  1. Herrlicher Reisebericht, danke fürs Mitnehmen, Moni. In welchem Monat wart ihr da denn unterwegs? Ich war letztes Jahr den gesamten Juli oben – da gab es Lundis noch zuhauf. Ja, die kommen nur zur Fortpflanzung an Land und sind dann auf dem Meer. Habt aber für die Zeit trotzdem eine ganze Menge zu sehen bekommen.
    Tolle Bilder, aber die Landschaften geben das vor.
    Grüssle aus dem nebelgrauen Fränkischen Seenland.

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