Übersichtskarte:

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Bereits letztes Jahr reifte der Wunsch und wurde ganz langsam in einen Plan umgesetzt mit unserem eigenen Womo nach Helsinki – Russland und über die baltischen Staaten, Kaliningrad und Polen heimwärts zu fahren. Natürlich immer auch mit einem klitzekleinen cachemässigen Länder-Hintergedanken 🙂

Bald war auch klar dass unsere Bündner-Freunde «Plausi’s» uns begleiten mit ihren Kids und wir Frauen fangen alsdann an zu planen und vorzubereiten. Ist es doch nicht einfach eine Reise «ännet der Grenze» und über die Visa-Beschaffungsschwierigkeiten und langandauernden Grenzübertritte hörten und lasen wir vieles im Vorfeld und leider nicht immer nur positives. Auch der Preis für die Visa ist nicht Peanuts.

Grosse Freude herrschte als wir dann die Visa für einen zweimaligen RUS –Eintritt in unseren Pässen vor fanden und der Rubel gewechselt war 🙂 und doch kreisten immer wieder neue Fragen auf vor allem bezüglich Versicherung. Unsere Womo’s sind in RUS nicht Vollkasko versichert und auch die Haftpflichtversicherung greift in RUS leider nicht, bei uns Schweizern ist dieses Land auf der grünen Karte leider durchgestrichen. Trotz insensivem Bemühen unseres AXA-Beraters bekamen wir keinen Versicherungsschutz für RUS. Und auch die vielen Geschichten bezüglich dem Grenzübertritt und allfälligen Polizeikontrollen unterwegs im Land liessen uns nicht ganz kalt im Vorfeld.

 

Tag 1
Spätnachmittags fahren wir vollbepackt mit riesiger Vorfreude los und treffen 4 Std. später auf dem SP Bad Brückenau (Buchwaldstrasse) unsere Freunde «Plausi’s».

Tag 2
Ohne Stau kommen wir gut durch Deutschland und sind Mitte Nachmittag bereits in Travemünde. Unsere Fähre *Finnmaid* legt erst um 03.00 los und so haben wir noch genügend Zeit zum etwas Verweilen in Travemünde. Auf das Hafengelände können wir bereits ab 20.30 Uhr, doch die Einschiffungszeit fängt für PW erst um 23 Uhr und für uns Womo’s um 0.30 Uhr an…..schlafen oder nicht schlafen vorher ist jetzt die Frage…..das Rundumgeschehen lässt uns wachbleiben und um 2 Uhr fallen wir dann todmüde in unsere Aussenkoje und schlafen dann erst mal aus.RUS_17_001 Wegweiser

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Tag 3
Gemütlicher Tag auf Deck, wobei zu erwähnen ist, dass wir das erste Mal auf einer Fähre in den Genuss von kostenlosem Wifi kommen 🙂

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Tag 4
Nach einer ruhigen Nacht legen wir pünktlich um 9 Uhr an in Helsinki (FN) und wir haben glaub noch nie so zügig eine Fähre bzw. das Hafengelände verlassen können wir hier in Finnland. 20 Minuten später stehen wir auf einem Parkplatz (inoffizieller SP, Blabärslandsvägen, 00570 Helsinki) am Meer 5km von der City entfernt. Schnell sind die Bike’s ausgeladen und wir cachend unterwegs in die Stadt 🙂 Die wenigen Sehenswürdigkeiten Helsinkis haben wir bald abgeklappert und ich genoss vor allem einen ausgiebigen Besuch meiner Lieblingsboutique hier in der Stadt mit der neuen Herbstmode. Zumal ich von meinem Schatz noch einen Geburi-Gutschein habe 🙂

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Tag 5
Nach Kafi-Halt in Borga machen wir einen ausgiebigen Badehalt an einem kleinen idyllisch gelegenen Waldsee. Die Männer schicken wir auf ein kleines Cache-Ründeli 🙂

Am Hafen in Hamina geniessen wir an der Sonne einen feinen zVierikafi und danach treffen wir spätnachmittags auf dem CP Vaalima ein. Dieser liegt direkt am Meer und vorallem nur noch 10 Min. vor der russischen Grenze gelegen.

Wir füllen hier schon mal die erforderlichen Zolldeklarationen für die temporäre Womo-Einfuhr aus. Ausserdem machen wir noch eine interessante Bekanntschaft mit Pavel, ein wohnmobilfahrender Reisejournalist und Uni-Professor aus Moskau.

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Tag 6
Wir stellen die Wecker, denn wir wollen frühmorgens an die russische Grenze, was sich vor Ort dann auch bewährt, denn JUHUI nach genau 2 Std. sind wir durch, der Schlagbaum öffnet sich und wir sind in Russland…..aber schön der Reihe nach:

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Zuerst kommen wir noch in Finnland gelegen an einen Grenzposten, wo alle Personen raus müssen für die Visa- und Passkontrolle. Ein freundlicher, aber schwer bewaffneter finnischer Zöllner will kurz in unser Womo gucken und will wissen, ob da noch mehr Personen drin sind. Er bleibt schön vorne bei der Türe stehen und schaut von dort ins Womo rein…..ich glaube es war der reine Gwunder ….. der erste Schlagbaum öffnet sich und weiter geht’s zu einem nächsten Posten, wo wir freundlich durchgewunken werden (keine Ahnung was der für eine Funktion hatte….) Und dann stehen wir wohl vor dem Hauptzollgebäude und wir stellen uns schön brav hinter die 5-7 Auto’s die da schon warten. Bald werden wir nach vorne gewunken, wo wir unsere beiden Womo zwischen den Spuren parken sollen.

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Von einer ernstdreinblickenden, weiblichen Matrone (erinnert an eine Gefängniswärterin aus einem Film) werden wir aufgefordert uns beim Häuschen der Personenkontrolle anzustellen. Hier bekommen wir die Migrationskarten und die Zollerklärung in doppelter Ausführung zum ausfüllen und danach wird Pass, Migrationskarte und Visum geprüft. Jede Person schön einzeln natürlich…..

Danach dürfen wir ein Häuschen weiter vorne zur Fahrzeugkontrolle antreten. Hier werden Zollerklärung, Fahrzeugausweis und natürlich nochmals die Pässe genaustens kontrolliert, eingescannt und schlussendlich überall ein bisschen gestempelt.

Mit allen Papieren in der Hand geht es nun zurück zum Womo und dann kommt die eigentliche Fahrzeugkontrolle. Zu zweit kommen sie ins Innere und öffnen selber alle Schränke und werfen dürftig einen Blick hinein. Aussen müssen wir zum grossen Erstaunen gar nichts öffnen, auch der Kühlschrank oder allfällige elektronische Geräte wie Laptop, Ipad, Fotokamera wird nichts gefragt geschweige kontrolliert.

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Nach genau 2 Stunden passieren wir den letzten Schlagbaum und wir sind in RUSSLAND 🙂 wir haben es geschafft!

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Im ersten Restaurant machen wir einen Kafihalt, bezahlen zum ersten Mal mit unseren zuvor gewechselten Rubel (100 Rubel = 1.70) und auch der erste russische Cache haben wir bald in den Händen 🙂

Da wir bei der Axa leider keinen Versicherungsschutz weder Haftpflicht noch Vollkasko haben müssen wir unbedingt zuerst die obligatorische Haftpflichtversicherung abschliessen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, denn niemand weiss genau Bescheid wo sich dieses Versicherungsbüro nach der Grenze befindet. Bald finden wir aber einen Englisch wie auch Russisch sprechenden Finnen, der uns übersetzen kann und den Weg dahin weist. Die nette Dame am Schalter spricht absolut kein Wort Englisch und wir eigentlich kein Wort russisch doch mit Händen und Füssen sind wir dann nach ca. einer Stunde und mehreren Unterschriften (keine Ahnung was wir alles unterzeichnet haben?!) doch im Besitz einer Hapftlichtversicherung für unsere gesamte Reisedauer (70.-).

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So und jetzt immer schön dem Navi nach Richtungs St. Petersburg auf einer sehr gut ausgebauten Strasse.

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10 km nach der Grenze machen wir – dank einem Geocache – Halt bei einer verlassenen ehemaligen Helikopter-Basis, wo es für die Männer kein Halten mehr gibt. Die letzten 20 m durchs Gebüsch waren die schwersten und bald war ein Loch im Zaun gefunden um mit den Helikoptern auf Tuchfühlung zu gehen.

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In Vyborg können wir unsere beiden Womo schön zentral parken und wir besichtigen die Markthalle und bekommen einen ersten Augenschein was hier so angeboten wird. Einen weiteren Cache finden wir bei einem Lost Place.

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200 km trennen uns noch vom Hotel Olgino mit angrenzendem SP, ca. 20 km vor St. Petersburg gelegen. Doch als wir vor Ort kommen finden wir ausser einem mit Arbeitern überfüllten Parkplatz und einem sehr heruntergekommenen, überwachsenen, verlassenen ehemaligen Campingareal nichts vor.

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Hier können und wollen wir definitiv nicht übernachten – also schreiten wir zu Plan B. Unsere Navi’s werden erneut gefüttert und wir fahren trotz fortschreitender Stunde doch noch nach St. Petersburg in die City rein und wollen unser Glück beim SP am Kulturzentrum versuchen. Trotz guter Belegung (eine Gruppe mit 13 Womo’s ist schon hier) finden wir noch einen Platz inkl. Strom für 1400 Rubel pro Nacht.

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Tag 7
Am Morgen gibt es kein Halten, die Neugier ist gross und wir laufen mit „Stadtplan und Reiseführer“ zur 300 m entfernten Metro. Für 40 Rubel (-.60) lösen wir einen Jeton für ein one-way Ticket. Mit der Rolltreppe fahren wir in eine fast unendliche Tiefe und wir haben in Erinnerung an den Metro-Anschlag vom April doch ein kurzes mulmiges Gefühl.

Die Männer haben die Sache im Griff und schon bald stehen wir vor den ersten goldenen Kuppeln der Isaakkathedrale. Der eherne Reiter, die Admiralität und auch das Eremitage mit dem beeindruckend grossen Schlossplatz sind in angenehmer Reichweite zu Fuss gut zu erreichen. Am schönsten ist aber zweifellos die exotisch anmutende Bluterlöserkirche mit ihren bunten, verspielten Zwiebeltürmen. Über das Marsfeld mit dem ewigen Feuer laufen wir retour zu unserem Stellplatz.

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Tag 8
Heute nehmen wir unsere Bike’s und machen eine grössere Runde (mit dem GPS 🙂 ). Zuerst besuchen wir die Peter-Paul-Festung, Petersburgs Geburtsort und vor allem die skurrile Skulptur Peters I. mit dem winzigen Kopf und den dürren langen Fingern will gesehen werden. Die Grosse Moschee mit der prachtvollen türkisblauen Kuppel dominiert die Skyline auf der Petersburger Seite. Wir fahren am beeindruckenden Panzerkreuzer „Aurora“ vorbei und an diversen U-Booten sowie am Eisbrecher „Krasin“, welcher heute ein Museum beherbergt. Wir streifen durch Wohnquartiere in St. Petersburg die nichts mit der touristischen Fassade zu tun haben. Doch möchten wir natürlich diese Eindrücke nicht missen, denn sie gehören ja auch zu einer solchen Reise.

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Tag 9
Büro-Morgen“….wir sichten unsere Fotos und aktualisieren unseren Reisebericht. Nachmittags nehmen wir erneut unsere Bikes raus und radeln zum Aleksandr-Newskijj-Kloster, als eines der nur zwei russischen Klöster. Über den „Moskauer-Bahnhof“ fahren wir zurück zur Admiralität mit einigen Shopping-Stops …..lach….. Abends begleichen wir beim Technical Director „Gregory“ noch unsere SP-Gebühr von 5600 Rubel für die vier Übernachtungen.

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Tag 10
Dank TomTom fahren wir souverän und zielsicher aus dem verkehrsreichen St. Petersburg hinaus. Man muss sich einfach dem Tempo und der Fahrweise der Russen anpassen – dann klappt das prima 🙂

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Etwas ausserhalb sehen wir ein riesiges Shoppingcenter, in welchem wir noch eine Pause einlegen, Bargeld beziehen und Kafi trinken.

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Beim Peterhof (dem „russischen Versailles“ )angekommen parken wir unsere Womo’s auf dem P beim hinteren unteren Parkeingang. 300 Rubel Gebühren -> 600 Rubel over night, was wir gerne benutzen. Wir bekommen vom gut englischsprechenden und sehr sympathischen Parkwächter noch viele Infos und eine gute Übersichtskarte vom Peterhof.
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Begeistert verbringen wir den ganzen Nachmittag in der gigantischen Parkanlage des Petershofes. Nach drei Tagen Grossstadt empfinden wir das alle mehr als entspannend.

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Tag 11
Ein T4-Geocache führt uns noch auf die kleine Insel auf der Ringstrasse übers Meer nach Kronstadt.RUS_17_011-08

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Der Cache befindet sich beim Fort Rif, 2 km vom P entfernt. Mit dem Bike radeln wir zum Ziel und finden einen Lost Place in einer alten Befestigungsanlage vor. Ein T4 natürlich nicht am Boden sondern auf 17 m Höhe in einem Turm.

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Statt auf direktem Weg zur estischen Grenze möchten wir der Küste entlang fahren bis Sosnowy Bor. Unterwegs machen wir noch einen grösseren Einkauf in einem Dorfladen, was auch immer sehr interessant ist und etwas länger dauert bis wir alles Gewünschte beisammen haben.

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Aber oha-lätz kurz vor unserem Ziel werden wir bei einem Kontrollposten auf die Seite gewunken und unsere Pässe erst mal einzogen. Dass wir nicht russisch sprechen wird mit einem Augenverdrehen quittiert. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt ein englisch sprechender Vorgesetzter daher und erklärt uns, dass wir uns hier in einer gesperrten Grenzzone befinden und nicht durchfahren dürfen. Die Pässe werden uns freundlich wieder zurückgegeben und wir werden unmissverständlich aufgefordert zu wenden.
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Also Ausser Spesen nix gewesen und wir fahren halt doch über die Schnellstrasse zur russisch-estischen Grenze, nicht bevor wir noch gemütlich in einem Kaffee Halt gemacht haben und die Migrationskarten erneut im Doppel ausfüllen.

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An der Grenze scheint es viel Verkehr zu haben und es geht erst mal gar nichts ausser anstehen……aber im Womo alles easy und so kochen wir erst mal Nachtessen , essen gemütlich und waschen alles wieder ab🙂. Auf einmal fängt es an zu rollen und dann kommt der erste Vorposten wo lediglich die Pässe eingesehen werden mit einem kurzen Blick ins Womo und weiter geht’s zum nächsten Posten, dem Hauptgebäude der russischen Ausreise. Hier zuerst die Fahrzeugpapiere für den Zoll und den erforderlichen Stempel abholen, damit wir unser Womo wieder ausführen. Ein Häuschen weiter erneute Passkontrolle und danach müssen wir alle Aussenlucken öffnen und hier wird sehr genau geschaut und auch Innen wird in jedes Törchen kurz geguckt. Dann haben wir die russische Zollkontrolle geschafft und wir überqueren den Grenzfluss Narva und es erfolgt die estische Einreise. Wieder freundliche Passkontrolle, erneutes Anstehen für die Zollkontrolle, wo natürlich erneut die Pässe angeschaut werden und kurz ins Womo geguckt wird. Nach 2 ½ Stunden öffnet sich der letzte Schlagbaum und WILLKOMMEN in Europa – ESTLAND.

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Wir fahren noch ca. 20 km und parken über Nacht bei einem Geocache in der Pampa in einer Waldlichtung.

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Tag 12
Immer schön mit dem Tagesziel Tallinn fahren wir gemütlich der Küste entlang, machen bei einigen interessanten Geocache’s oder Badeplätzen einen Halt.

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Abends stehen wir auf dem gut gefüllten SP am Hafen von Tallinn.

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Tag 13
Mit den Bike’s fahren wir die knapp 5 km in die Altstadt von Tallinn. Wir fahren von Geocache zu Geocache und kommen wie üblich automatisch an den schönsten Sehenswürdigkeiten vorbei. Wir sind begeistert von dieser kleinen sehr charmevollen Altstadt.

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Tag 14
Dieser Tag steht ganz unter dem Motto *NKT-Trail 450* . Gut organisiert ist halb gewonnen und so stehen wir morgens um 6 Uhr auf und fallen abends um 23 Uhr todmüde aber zufrieden ins Bett. Lustig ist ja schon, dass wir noch einen uns bekannten Cacher aus unserer Region in der Pampa Estlands getroffen haben. Pfusen bei den Kords auf dem Schluss-P.
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Tag 15
Nach dem gestrigen sportlichen Tag geniessen wir alle ausgiebiges Ausschlafen. Danach fahren wir nach Pernu ans Meer und weiter immer schön der Küste entlang zur lettischen Grenze.
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Kurz davor machen wir noch einen gemütlichen Badehalt beim Kabli Rand (und ja es ist wirklich auch hier ersichtlich und wahr, die Russen sünnelen im Stehen, was uns immer wieder belustigt).

 

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Die innereuropäische Grenze passieren wir unspektakulär und so sind wir jetzt in Lettland angekommen.
RUS_17_014-3Unser Tagesziel ist der City-Camping in Riga. Der rappelvoll ist und wir ergattern uns noch die letzten gegenüberliegenden beiden Plätze. Hier nutzen wir das Waschmaschinen/Tumbler Angebot.

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Tag 16
Mit den Bikes sind wir in wenigen Minuten in der City Riga’s und wir besichtigen einige Sehenswürdigkeiten. Begeistert waren wir von den vier grossen Hallen (Zentralmarkt) in denen vor langer Zeit Zeppeline gebaut wurden. Die schmalen Gassen in der Altstadt laden zum Verweilen ein und rund um den grossen Domplatz hat es lauschige Restaurants.

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Tag 17
Südwärts fahrend Richtung Siauliai verlassen wir bald Lettland, passieren die Grenze und sind unspektakulär in Littauen. Wir besuchen „Kryzio kalnas“, den beeindruckenden Berg der Kreuze einige Km vor Siaulai. Dass man hier Halt macht, sieht man an den unzähligen Car’s vor Ort, sogar Twerenbold ist hier aus der Schweiz 🙂

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Richtung Kleipedia besuchen wir noch den mystischen Garten des Vilius Orvydus, wobei die Männer zuerst einmal fasziniert den davor stehenden russischen Panzer ausgiebig-lange besichtigen und von innen begutachten 🙂 nicht ohne den Cache darin zu suchen 🙂 Der Garten ist geprägt von unzähligen Steinskulpturen, Findlingen, alten Grabsteinen, Kunstwerken und morschen Holzstämmen.

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Als wir per Zufall auf dem GPS noch einen 82er-Trail am Kaiser-Wilhelm-Kanal entdecken ändern wir spontan unseren geplanten Abend-SP und so sind wir jetzt auf einem CP an einem kleinen idyllischen Hafen bei Dreverna.

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Tag 18
Nach dem Trail machen wir in einem grossen Maxima in Klaipeda noch einen Einkauf bevor wir die „Puppi“Fähre für lediglich 600 m auf die kurische Nehrung nehmen. Mit 30 Euro eine teure Angelegenheit zumal dann noch 30 Euro für den Nationalpark-Eintritt fällig werden. Hübsche Fischerdörfer laden zum Verweilen ein wie auch die Dünen und der schneeweisse Sandstrand. Kurz vor der russischen Grenze in der Mitte auf der kurischen Nehrung liegt das Künstlerdorf Nida und der einzige Campingplatz auf littauischen Seite.

Tag 19
Vom CP aus radeln wir auf die grosse Düne zur Sonnenuhr und lassen den Blick über Nida und auf der anderen Seite zur russischen Grenze schweifen. Die wir morgen erneut überqueren werden …..

Wir erkunden mit den Bike’s und zu Fuss ausgiebig das hübsche Künstlerdorf Nida und besuchen ua. auch das originalgetreu restaurierte „Thomas Mann-Haus“. Sehr angetan haben uns die Reihen bunter Holzhäuschen am Ufer entlang und um den Hafen gruppieren sich kleine Boutiquen und Restaurants.

Abends geniessen wir im Restaurant auf dem CP megafeine Pizzen und lassen so den Abend in geselliger Runde ausklingen (mit bereits neuen Ferienideen für den Sommer 18)

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Tag 20
Frühmorgens verlassen wir den CP, weil erneut ein russischer Grenzübertritt – nach Kaliningrad – ansteht und der erfahrungsgemäss mindestens 2 Std. dauern wird.

Wie erwartet hat es ausser uns keine anderen Touristen, die Littauen über die kurische Nehrung nach Russland verlassen und so steht Plausi schon vor der ersten Schranke und wir dahinter. Nach gefühlten 100x Pässe zeigen und erneutem Ausfüllen der Zollerdeklaration fürs temporäre Wohnmobil einführen sind wir dann aber nach genau 1 ½ Std. erneut in Russland – Kaliningrad, der russischen Enklave. Für unsere elektronischen Dupilupi’s oder den Kühlschrank hat sich hier wiederum – zum Glück – niemand interessiert. Worüber wir natürlich froh waren, denn hatten wir doch alle noch Fleisch, Käse und Milch im Kühlschrank (wäre alles verboten einzuführen nach Russland).

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Natürlich wird hier nochmals Eintritt verlangt für den Nationalpark – diesmal auf der russischen Seite der kurischen Nehrung, ca. 10 Euro.

Dank einem Geocache machen wir in Lesnoj einen Stopp, können hier auch unsere Womo’s gut parken und ein feines Kaffee gibt’s hier auch noch.

Unser Ziel ist Kaliningrad City der grosse Parkplatz beim Dom und wir haben Glück und können parken (leider funktioniert beim Bezahlen die Kreditkarte nicht und wir müssen wohl oder übel nochmals Rubel wechseln…..aber vertanken wir später bei -.40 cent /l).

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Abends stehen wir gemütlich am idyllischen Weiher hinter dem Hotel Baltica, Moskovsky prospekt 375 für 20 Euro.

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Tag 21
Wir verabschieden unsere Freunde tränenreich (neinei, wir sehen sie in einer Woche wieder 🙂, die direkt von hier den Heimweg antreten via Polen – Berlin – Schweiz.

Unser Ziel ist noch in Polen bei Rastenburg, die Wolfsschanze, Hitler’s Hauptquartier. Doch zuerst steht uns die russische Ausreise bevor und die hatte es diesmal in sich….

In einer Stunde kamen wir an die Grenze und ca. 100 Autos stauen in einer weiten Schlange zurück…..wir schliessen zuhinterst auf, als uns sofort ein Pole ermuntert, wir können nach vorne fahren, wir verstehen nicht ganz warum aber uns zurückweisen kann ja nix passieren. Und so stehen wir auf einmal zuvorderst und der erste Schlagbaum öffnet sich für uns 🙂 Judihui ….Wir kennen jetzt den Ablauf langsam, also zuerst zum Zollhäuschen mit Fahrzeugpapieren und Pass für die Womo-Ausfuhr. Die nötigen Stempel hier erhalten und weiter geht’s zur Passkontrolle, auch hier den letzten Ausreisestempel bald auf die Visa-Seite bekommen. Jetzt kommt noch der Ober-Zöllner und schaut rund ums Womo mit einem Spiegel unters Womo und in jede Klappe aussen und innen. Boah….die russische Einreise ging zackzack, Schlagbaum hoch und dann erneuter Warteraum für die Polen-Einreise. Hier mal kurz Raten wo wir uns eigentlich anstellen sollen. Es gibt drei Kolonnen: eine RUS / eine EU / eine für LKW. Naja da passen wir nirgends rein und so entschliessen wir uns die RUS zu nehmen und niemand scheint da was dagegen zu haben. Aber ohalätz, jetzt fängt das grosse Warten an. Es sind zwar insgesamt 5 Reihen und es ist immer für vier Fahrzeuge grün zum Vorfahren und dann dauert es genau 45 Min. bis die durch sind und der letzte Schlagbaum hochgeht und man in Polen ist. Es ist eine kurze Rechnerei ……als wir dann an der Reihe sind haben wir sehr freundliche polnische Zöllner, die begeistert unser Womo von innen gründlich angucken. Nach genau 4 (!) geschlagenen Stunden sind auch wir in Polen.

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Bei der Wolfsschanze in Rastenburg angekommen zahlen wir 35 polnische Sloty (ca. 9 .-) für Eintritt und Parkgebühr. Wir besichtigen die beeindruckenden Überreste der Bunker aus dem 2. Weltkrieg und natürlich sind auch hier zwei Geocache versteckt.

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Wir fahren noch ca. 200 km heimwärts und landen per Zufall auf einem Agroturismo „Aktywna , wo wir eine ruhige Nacht verbringen.

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Tag 22 / 23
„Grind abä und secklä“…..etwa so treten wir die 1350 km lange Heimreise an via Frankfurt an der Oder – Berlin – Nürnberg – Schweiz

6 Gedanken zu “Russland 2017

  1. Sehr schön beschrieben. Ich dachte schon, ihr wäret oben an der norwegischen Grenze nach Russland gefahren. Aber Petersburg, ja – das ist schon sinnvoll und interessant. Dankeschön fürs Mitnehmen.

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  2. eine schöne Reise und ein toller Bericht mit super Bildern. Wir haben das Baltikum 2015 bereist und waren in diesem Jahr auch in Russland. St. Petersburg – Goldener Ring – Moskau. Nachzulesen auf meiner Homepage. Alles Gute und weiterhin schöne Reisen!
    Gruß aus Dresden sendet
    Rainer

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  3. Hallo Moni und Richi
    Eine interessante Reise habt ihr im letzten Jahr gemacht! Wir möchten nä. Jahr auch mit unserem Womo nach Russland. Doch bei der Zürich Versicherung stehen wir mit Vollkasko und Haftpflicht sowie Pannenhilfe auch im Abseits. Ist es so, dass ihr nur mit der Haftpflicht – ohne Vollkasko – in Russland unterwegs wart? Nach dem Motto “es wird schon nichts passieren”…
    Wir freuen uns auf euer Feedback.
    Grüsse aus Lugano
    Moni und Bruno

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